Nach schweren Sturzfluten in nepalesischen Grenzregionen zum Autonomen Gebiet Tibet gelten nach Angaben der nepalesischen Touristenpolizei 53 ukrainische Staatsangehörige als vermisst. Der ukrainische Außenminister Andrii Sybiha teilte mit, er habe die Botschaft der Ukraine in Indien und die Botschaft der Ukraine in China sowie den Honorarkonsul in Nepal angewiesen, eng mit den zuständigen Behörden zu kooperieren und alle erforderlichen konsularischen Schritte zu unterstützen. Bestätigte Informationen über getötete oder verletzte Ukrainer lagen dem Außenministerium bis zum Abend des 26. August nicht vor.
Sybiha kondolierte den Betroffenen in Nepal und verwies auf die laufenden Such- und Rettungsmaßnahmen vor Ort. Aus dem Außenministerium der Ukraine hieß es, man stehe im Austausch mit Angehörigen und sammle Hinweise über eine Hotline. Die ukrainischen Vertretungen sollen zugleich prüfen, inwieweit gesicherte Personendaten den Rettungskräften zur Identifizierung und Kontaktaufnahme helfen können.
Die nepalesischen Behörden berichten, die Sturzfluten seien durch einen Hangrutsch ausgelöst worden, der Flussläufe in den nördlichen Tälern blockiert habe und anschließend zu einem plötzlichen Wasserschub führte. Betroffen sind demnach auch Abschnitte des Bhote Kosi und angrenzende Bergregionen nördlich von Kathmandu, darunter Teile des Distrikts Rasuwa. Rettungskräfte arbeiten nach nepalesischen Darstellungen an Evakuierungen und Bergungen; internationale Abstimmungen laufen über die zuständigen Stellen in Kathmandu.
Die Angabe von 53 vermissten ukrainischen Staatsangehörigen geht auf die Zusammenstellung der nepalesischen Touristenpolizei zurück. Zuvor hatte das Außenministerium in Kyjiw von zeitweiligem Kontaktverlust zu einer größeren Gruppe ukrainischer Touristen gesprochen; die höhere Zahl ergibt sich nach Ministeriumsangaben aus der fortlaufenden Konsolidierung lokaler Meldungen. Eigene Opferzahlen, detaillierte Namenslisten oder Informationen zum Gesundheitszustand einzelner Vermisster hat keine der beteiligten Behörden bislang veröffentlicht.
Bei der Bewertung der Lage stützt sich die ukrainische Diplomatie auf Mitteilungen der nepalesischen Touristenpolizei und auf die Rückmeldungen der ukrainischen Auslandsvertretungen. Einschätzungen zu Ursachen und Folgen über die lokalen Behördenangaben hinaus bleiben zurückhaltend; Spekulationen über Nationalitätenzusammensetzung weiterer Reisegruppen oder über individuelle Reiserouten werden nicht bestätigt. Die Such- und Rettungsarbeiten dauern an; offizielle Aktualisierungen sind von nepalesischen Stellen und dem Außenministerium der Ukraine zu erwarten.
Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).