Wirtschaft

Branche erwartet zum Erntebeginn 10 bis 12 Hrywnja je Kilo für Kartoffeln

Zum Saisonstart Anfang September 2026 rechnen Marktteilnehmer in der Ukraine mit niedrigen Großhandelspreisen für Speisekartoffeln.

Zum Beginn der Kartoffelernte Anfang September 2026 erwarten Marktteilnehmer in der Ukraine niedrige Großhandelspreise von etwa 10 bis 12 Hrywnja je Kilogramm. Diese Spanne nannte der Eigentümer des landwirtschaftlichen Betriebs STOV „Desna“, Mykola Ponomarenko, dem Agrarportal AgroPortal.ua. Auch andere Branchenbeobachter berichten von einem verhaltenen Preisniveau zu Saisonstart.

Als Hauptgründe nennen Erzeuger und Händler höhere Erträge in einigen Anbaugebieten, verfügbare Lagerkapazitäten sowie eine derzeit gedämpfte Inlandsnachfrage. Ponomarenko erklärte, sein Betrieb könne aktuell zu rund 10 Hrywnja pro Kilogramm an den Binnenhandel verkaufen, wirtschaftlich tragfähig seien jedoch eher 12 bis 15 Hrywnja. Diese Lücke setze die Rentabilität vieler Betriebe unter Druck, zumal die Produktionskosten für Saatgut, Dünger und Energie gestiegen sind. Die Einschätzungen decken sich mit Berichten aus Komersant Ukraine.

Beobachtungen aus Großhandelsmärkten und Online-Anzeigenportalen zeigen zu Kampagnenbeginn ein breites Angebotsspektrum. Regional variieren die geforderten Preise zwischen etwa 7 und 25 Hrywnja je Kilogramm – abhängig von Sorte, Qualität und Vermarktungsweg. Einzelhandelsketten listen teils höhere Verbraucherpreise zwischen rund 12,50 und 24 Hrywnja. Der Abstand zum Großhandel erklärt sich durch Zwischenhandel, Verpackung und Qualitätsdifferenzierung. Online-Angebote liegen oft am unteren Ende der Spanne, wenn ab Hof, ungewaschen oder mit Selbstabholung verkauft wird; sortierte und abgepackte Ware im Filialhandel erzielt entsprechend Aufschläge.

Analysten weisen darauf hin, dass die Frühphase der Saison traditionell von kurzfristigen Schwankungen geprägt ist. Ein rasches Überangebot aus Regionen mit guter Ertragslage kann die Preise drücken, während die weitere Aufbereitung, die Einlagerung und eine mögliche Exportnachfrage stabilisierend oder preistreibend wirken. Zugleich verweisen Branchenvertreter darauf, dass die Kostenbasis der Produzenten höher ist als im Vorjahr, was die Spielräume für weitere Preisnachlässe begrenzt. Für die Betriebe ist zudem entscheidend, ob Partien unmittelbar abverkauft oder in Lagerung gegeben werden: Einlagerungsfähigkeit und -kosten beeinflussen die Entscheidung, ob frühe Erlöse akzeptiert oder bessere Konditionen abgewartet werden.

Mehrere Fachmedien – darunter AgroPortal.ua, Fakty ICTV, Komersant Ukraine und Objectiv – bestätigen die aktuelle Preisspanne und das verhaltene Startniveau. Die Datenlage der ersten Erntewoche deutet damit auf moderate Einstiegspreise für Verbraucher und auf anhaltenden Kalkulationsdruck bei den Erzeugern hin. Eine klarere Marktlinie ist in den kommenden Wochen zu erwarten, wenn die Haupternte voranschreitet und mehr Transaktionen auf Großhandelsmärkten erfasst sind. Bis dahin bleiben regionale Unterschiede, Vermarktungsstufen und qualitätsbedingte Aufschläge die prägenden Faktoren des Marktes.

Redakteur: Daniel Mayer (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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