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Budanow: Kiew bot Moskau Waffenruhe an – keine Antwort aus dem Kreml

Kyrylo Budanow berichtet, die Ukraine habe Russland ein befristetes Ende der Kampfhandlungen angeboten. Der Vorschlag sei bis zu Wladimir Putin gelangt, Moskau habe nicht reagiert.

Der Chef des ukrainischen Militärgeheimdienstes, Kyrylo Budanow, hat erklärt, die Ukraine habe Russland ein befristetes Einstellen der Kampfhandlungen vorgeschlagen. Der Vorstoß sei der russischen Führung bis zu Präsident Wladimir Putin übermittelt worden, eine Antwort aus Moskau liege jedoch nicht vor. Budanow äußerte sich am 5. September gegenüber dem öffentlich‑rechtlichen Sender Suspilne und weiteren Medien.

Nach seinen Angaben bezog sich der Vorschlag nicht nur auf das Unterlassen von Raketen- und Drohnenangriffen, sondern ausdrücklich auch auf ein Pausieren der Gefechte entlang der Front. Zu Inhalten oder Bedingungen des Angebots nannte Budanow keine Details. Auf die fortgesetzten russischen Angriffe verwies er knapp mit dem Hinweis, Drohnen flögen weiterhin. Eigene Einschätzungen zur Reaktionsbereitschaft Moskaus gab er nicht ab.

Ukrainische Medien berichteten im Vorfeld von einem internen Befehl an Einheiten der Verteidigungskräfte, an der Frontlinie zwischen dem 5. September, 00.00 Uhr, und dem 8. September, 23.59 Uhr, einen sogenannten „Regime der Stille“ einzuhalten. Dieser sei jedoch aufgrund anhaltender russischer Angriffe nur begrenzt umsetzbar gewesen. Der Generalstab der Streitkräfte der Ukraine erklärte, dass die Kampfhandlungen an mehreren Abschnitten weitergingen, da russische Truppen ihre Angriffe nicht eingestellt hätten.

Budanow bestätigte zugleich, dass Steve Witkoff und Jared Kushner für den 6. September einen Besuch in Kiew geplant hatten und zuvor nach seinen Informationen Station in Moskau machen wollten. Er äußerte die Vermutung, Russland könne während ihres Aufenthalts in der ukrainischen Hauptstadt auf Angriffe verzichten. Offizielle Angaben zu Funktion, Mandat oder Gesprächsformaten der beiden Besucher lagen zunächst nicht vor; die Darstellung basiert auf Budanows Aussagen.

Aus Moskau gab es am 5. September keine offizielle Stellungnahme zu dem ukrainischen Angebot. Unabhängig überprüfbare Hinweise auf eine formelle Antwort lagen nicht vor. Auch über mögliche Folgetermine oder Vermittlungsformate wurde zunächst nichts Verbindliches bekannt.

Der Schritt Kiews reiht sich in wiederholte, punktuelle Versuche ein, die Intensität der Gefechte zu reduzieren oder begrenzte Feuerpausen zu erreichen. Eine tragfähige Waffenruhe setzt nach ukrainischer Darstellung klare Sicherheitsgarantien und die Bereitschaft beider Seiten voraus. Konkrete, von beiden Seiten bestätigte Vereinbarungen zu einer Feuerpause wurden am 5. September nicht gemeldet. Weitere Entwicklungen hängen von politischen Kontakten und der Lage an der Front ab, die nach ukrainischen Angaben angespannt bleibt.

Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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