Bei einem Angriff auf den Baumarkt der Kette Epicentr im Rajon Osnowjanski in Charkiw ist am 27. August nach Behördenangaben ein 40-jähriger Mann ums Leben gekommen. Mehrere weitere Menschen wurden verletzt. Der Staatliche Dienst der Ukraine für Notfälle löschte Brände am Einschlagsort und sicherte das Gelände. Die Zahlen zu Toten und Verletzten nannte die Stadtverwaltung; sie können sich im Zuge der weiteren Arbeiten noch ändern.
Der Bürgermeister von Charkiw, Ihor Terechow, erklärte, das Gebäude sei am Mittag von einer Drohne getroffen worden. Die Gebietsverwaltung Charkiw bestätigte den Einsatz von Rettungskräften und die Einleitung von Untersuchungen zu Art und Ablauf des Angriffs. Ukrainische Stellen machen Russland für den Beschuss verantwortlich. Unabhängige Angaben zur eingesetzten Munition legten die Behörden zunächst nicht vor.
Epicentr betreibt in der Ukraine ein landesweites Netz großer Bau- und Warenhäuser. In den vergangenen Monaten meldeten die Sicherheitsbehörden wiederholt Angriffe auf Handels- und Logistikinfrastruktur in mehreren Regionen. Betreiber und Behörden werten solche Treffer als Beschädigung ziviler Ziele. Hinweise auf eine militärische Nutzung des betroffenen Marktes in Charkiw lagen bis Redaktionsschluss nicht vor.
Die Staatsanwaltschaft Charkiw leitete nach eigenen Angaben Ermittlungen wegen eines möglichen Verstoßes gegen die Gesetze und Gebräuche des Krieges ein. Dafür werden Trümmerteile und Einschlagspuren gesichert sowie Aufnahmen von Überwachungskameras und Mobiltelefonen ausgewertet. Die Ermittler baten die Bevölkerung, keine Aufnahmen vom genauen Schadensbild oder von Rettungsmaßnahmen zu verbreiten.
Der Staatliche Dienst der Ukraine für Notfälle berichtete, dass Beschäftigte und Kundinnen zur Zeit des Angriffs in Schutzräumen untergebracht waren und nach dem Einschlag geordnet evakuiert werden konnten. Die Feuerwehr verhinderte ein Übergreifen der Flammen auf angrenzende Gebäudeteile und Lagerbereiche. Die Gebietsverwaltung Charkiw kündigte an, das Gebäude auf statische Sicherheit zu prüfen und den öffentlichen Zugang bis auf Weiteres zu untersagen.
Offizielle Stellen veröffentlichten zunächst keine vollständige Liste der Verletzten. Medien in Charkiw verbreiteten Fotos und Videos, die große Rauchentwicklung und Schäden an der Fassade zeigen; die Authentizität dieser Aufnahmen deckt sich mit den Angaben der Stadt und der Rettungsdienste. Weitere Informationen zur Zahl der Verletzten und zum Zustand der Betroffenen erwarten die Behörden nach Abschluss der Nachtarbeiten und der erneuten Lagebeurteilung am Folgetag.
Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).