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Drohnen treffen Ölterminal, Datenzentrum und Brücke in Sankt Petersburg

Russische Behörden melden in der Nacht zum 18. Oktober Brände und Schäden an einem Ölterminal, einem VK-Rechenzentrum und einer Brücke in Sankt Petersburg. Zivile Opfer wurden zunächst nicht gemeldet.

Russische Behörden haben in der Nacht zum 18. Oktober 2026 einen großangelegten Drohnenangriff auf Sankt Petersburg gemeldet. Nach Angaben von Gouverneur Alexander Beglow und des russischen Ministeriums für Notfallsituationen (MChS) gerieten ein Ölterminal im Hafen und ein Rechenzentrum des Internetkonzerns VK in Brand; zudem sei eine Brücke über den Korabelny-Fahrwasserbereich beschädigt worden. Zunächst lagen keine Meldungen über zivile Opfer vor.

Einsatzkräfte sperrten betroffene Areale und löschten Brände an der Energie- und Digitalinfrastruktur. In sozialen Netzwerken kursierten in der Nacht und am frühen Morgen Videos von Explosionen und Rauch über dem Hafengebiet, die von russischen Regionalmedien aufgegriffen wurden. Aus Behördenkreisen hieß es, es könne vorübergehend zu Stromunterbrechungen in umliegenden Vierteln gekommen sein. Angaben zum Ausmaß der Schäden und zur Dauer möglicher Beeinträchtigungen der IT-Dienste von VK machten die Betreiber zunächst nicht.

Internationale Nachrichtenagenturen berichteten am Morgen unter Berufung auf offizielle Mitteilungen aus Sankt Petersburg und Bildmaterial vom Ort über die Brände. Eine unmittelbare Bestätigung durch ukrainische Stellen lag zunächst nicht vor. Ukrainische und internationale Medien ordneten die Angriffe in den Kontext der seit Monaten intensivierten Drohnen- und Sabotageoperationen gegen russische Energie- und Logistikknotenpunkte ein. Russland macht die Ukraine regelmäßig für solche Angriffe verantwortlich; unabhängige Belege zur Urheberschaft müssen erfahrungsgemäß in den folgenden Tagen durch weitere Quellen überprüft werden.

Die Behörden kündigten Ermittlungen zu Flugrouten und eingesetzten Drohnen an. Beglow sprach von einem koordinierten Vorgehen gegen kritische Infrastruktur und betonte, Feuerwehr und Rettungsdienste seien mit verstärkten Kräften im Einsatz. Das russische Ministerium für Notfallsituationen veröffentlichte am Morgen eine erste Übersicht zu Einsatzorten und Lagebildern.

Die Angriffe auf das Ölterminal und das Rechenzentrum fallen in eine Phase, in der Ziele in größerer Tiefe auf russischem Territorium wiederholt getroffen wurden. Militäranalysten verweisen darauf, dass ölverarbeitende Anlagen, Depots, Häfen und digitale Knotenpunkte nicht nur wirtschaftlich bedeutsam sind, sondern auch Transporte und militärische Logistik beeinflussen können. Aussagekräftige Bewertungen zu Schäden, Kapazitätsverlusten und Wiederanlauffristen werden voraussichtlich erst nach Betreiberangaben, Satellitenaufnahmen und unabhängigen Auswertungen möglich sein.

Die Ukraine bekräftigt seit Beginn der großangelegten russischen Invasion, Angriffe auf militärisch relevante Ziele auf russischem Gebiet seien Teil der Verteidigungsstrategie. Völkerrechtlich umstritten bleibt die Frage, inwieweit bestimmte Energie- und Digitalanlagen als militärische Ziele gelten. Für die Einordnung des nächtlichen Geschehens ist daher die genaue Trennung zwischen bestätigten Tatsachen, behördlichen Darstellungen und noch ungesicherten Beobachtungen wesentlich.

Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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