Aktuell

Kanadisches Institut für ukrainische Studien feiert 50 Jahre und veranstaltet internationales Symposium in Edmonton

Das Kanadische Institut für ukrainische Studien an der Universität Alberta wurde am 1. Juli 1976 gegründet. Zum 50. Jahrestag lädt das Institut vom 28. bis 30. Oktober 2026 zu einem internationalen Symposium in Edmonton…

Kurzmeldung

Das Kanadische Institut für ukrainische Studien an der Universität Alberta begeht sein 50-jähriges Bestehen. Gegründet wurde das Institut am 1. Juli 1976 in Edmonton; zum Jubiläum richtet es vom 28. bis 30. Oktober 2026 das internationale Symposium „Recentring the Humanities: Ukraine and the World“ aus. Die Veranstaltung bringt Forschende aus Nordamerika, Europa und der Ukraine zusammen, um die Rolle der Geisteswissenschaften für die Einordnung der Ukraine in globale Debatten zu diskutieren.

Das Institut hat sich seit seiner Gründung als zentrale Infrastruktur für Forschung, Übersetzungen und akademische Vernetzung etabliert. Zu seinen langfristigen Projekten gehört die Encyclopedia of Ukraine, die in gedruckter und digitaler Form Grundlagenwissen über Geschichte, Kultur und Gesellschaft der Ukraine zugänglich macht. CIUS fördert zudem Stipendien, Editionsprojekte und Archive, die Forschenden in Kanada, der Ukraine und international Zugänge zu Quellen eröffnen.

Die Bedeutung solcher externen Forschungsinfrastrukturen ist seit Beginn der großangelegten russischen Invasion 2022 gestiegen. In wissenschaftlichen Debatten wird betont, dass historische Narrative politisch wirksam sind: So hatte Russlands Präsident Wladimir Putin im Juli 2021 einen Essay veröffentlicht, der die historische Eigenständigkeit der Ukraine in Frage stellte; am 24. Februar 2022 begann die großangelegte Invasion. In diesem Kontext liefert das Institut verlässliche, wissenschaftlich geprüfte Grundlagen, um politisch aufgeladene Geschichtsbilder zu überprüfen und international zu vermitteln.

Zum Jubiläum sind neben dem dreitägigen Symposium Ausstellungen, öffentliche Vorträge und Präsentationen laufender Projekte geplant. Die Veranstalterinnen und Veranstalter nennen als Ziele, Forschungsergebnisse einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen, die wissenschaftliche Nachwuchsförderung zu stärken und die internationale Zusammenarbeit mit Partnerinnen und Partnern in der Ukraine und weltweit zu vertiefen. Das 50-jährige Jubiläum wird damit nicht nur als Rückblick verstanden, sondern als Anlass, die Rolle der Geisteswissenschaften für die Zukunftsfähigkeit ukrainischer Forschung und Erinnerungskultur neu zu bestimmen.

Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

Ende des Artikels

Anzeige

Aus dem PHOTRA-Netzwerk