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Korosten sagt Deruny-Festival wegen Sicherheitslage ab

Die Stadt Korosten in der Oblast Schytomyr hat das für den 12. September 2026 geplante Festival der Deruny gestrichen. Als Grund nennt die stellvertretende Bürgermeisterin die aktuelle Gefahrenlage und fehlende Schutzkapazitäten für Massenveranstaltungen.

Die Stadt Korosten in der Oblast Schytomyr hat das diesjährige Festival der Deruny, geplant für den 12. September 2026 im Drevlyanskyj-Park, abgesagt. Die Entscheidung wurde am 2. September von der stellvertretenden Bürgermeisterin Natalija Chyzhevska veröffentlicht und von der Stadtverwaltung bestätigt.

Als Begründung führt die Stadt die Sicherheitslage in der Ukraine an. Nach Einschätzung der Behörden besteht bei Großveranstaltungen weiterhin ein erhöhtes Risiko durch Raketen- und Drohnenangriffe. Zudem reichen die verfügbaren Schutzräume in unmittelbarer Nähe des Veranstaltungsorts nicht aus, um die sonst üblichen Besucherzahlen sicher aufzunehmen. Diese Abwägung deckt sich mit kommunalen Vorgaben, die seit Beginn des groß angelegten russischen Angriffs wiederholt zu Einschränkungen öffentlicher Feste geführt haben.

Nach Angaben der Verwaltung soll Korosten trotz der Absage als Ausflugsziel attraktiv bleiben. Lokale gastronomische Anbieter und Ethno-Höfe, darunter Lavanda und Skrinja, planen für den 12. September kleinere Verkostungen und Angebote. Touristinnen und Touristen sollen regionale Speisen weiterhin probieren können, allerdings ohne das zentrale Bühnen- und Massenprogramm des Festivals. Reisegruppen werden gebeten, ihre Pläne nicht pauschal zu stornieren, sondern sich über dezentrale Formate zu informieren.

Das Festival der Deruny gilt als traditionsreiches Stadtfest von Korosten. In den Jahren vor 2022 zog es regelmäßig zahlreiche Besucher an; Teile der Erlöse wurden wiederholt für wohltätige Zwecke gesammelt. Seit 2022 kam es landesweit immer wieder zu Absagen, Verlegungen oder starken Einschränkungen von Kulturveranstaltungen. Auch in der Oblast Schytomyr wurden Programme häufig an den zivilen Bevölkerungsschutz angepasst. Die jetzige Entscheidung reiht sich in diese Praxis ein und reflektiert die weiterhin geltenden Sicherheitsprioritäten bei Großereignissen im öffentlichen Raum.

Medienberichte von Suspilne, Zhitomir.info und Interfax-Ukraine bestätigen die Mitteilung der Stadtverwaltung und die Begründung mit den Risiken für Massenveranstaltungen. Konkrete Besucherprognosen oder alternative zentrale Termine nannte die Stadt nicht. Über künftige Ausgaben des Festivals will Korosten nach eigener Aussage zu einem späteren Zeitpunkt informieren, abhängig von der weiteren Lagebeurteilung und der Verfügbarkeit geeigneter Schutzinfrastruktur.

Die Absage betrifft vor allem lokale Anbieter, die Veranstaltungswirtschaft und den Tourismus in Korosten. Für Einwohnerinnen und Einwohner der Region bedeutet sie zugleich eine Entzerrung möglicher Menschenansammlungen und damit eine Reduktion des Risikos, das die Behörden mit Blick auf kritische Infrastruktur und Zivilschutz in der Oblast Schytomyr anführen.

Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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