Politik

Meloni wirbt im Senat für weitere Ukraine-Hilfe und warnt vor Kapitulation

Italiens Regierungschefin Giorgia Meloni hat vor dem Europäischen Rat die fortgesetzte Unterstützung der Ukraine als Voraussetzung für einen gerechten und dauerhaften Frieden in Europa bezeichnet.

Italiens Ministerpräsidentin Giorgia Meloni hat am 14. Oktober 2026 im Senat der Republik vor dem anstehenden Europäischen Rat für die fortgesetzte Unterstützung der Ukraine geworben. Unterstützung sei keine Alternative zum Frieden, sondern die Bedingung, ihn zu erreichen, sagte sie. Eine Kapitulation könne nicht Frieden heißen, sondern wäre eine Eroberung. Wörtlich erklärte Meloni: Sie „vermisse keine russischen Panzer“, die den Prager Frühling und den Ungarischen Aufstand niederschlugen, und sie vermisse die Berliner Mauer nicht. Die Rede war Teil der üblichen Regierungserklärung vor einem Gipfel des Europäischen Rates am 15. und 16. Oktober.

Meloni verband den Appell mit einer sicherheitspolitischen Begründung: Würde die Ukraine aufhören, sich zu verteidigen, stünde Europa vor der faktischen Okkupation eines souveränen Staates und vor der Rückkehr eines imperialen Machtanspruchs. Frieden, für den sich Italien gemeinsam mit Partnern der Europäischen Union einsetze, müsse gerecht sein, damit er Bestand habe.

Nach übereinstimmenden Medienberichten erhielt Meloni im Plenum Beifall aus den Reihen der Regierungsmehrheit, während Oppositionsvertreter teils zustimmten, teils Kritik übten. Zugleich warnte die Regierungschefin vor internationalen Initiativen, die Russland wirtschaftlich entlasten könnten; solche Schritte schwächten aus ihrer Sicht die europäische Abschreckung. Konkrete Beschlüsse zur Anpassung von Sanktionen oder zur Ausweitung der Unterstützung für die Ukraine nannte sie in der Erklärung nicht.

Italien hatte seit 2022 mehrere Hilfspakete für die Ukraine unterstützt und auf eine enge Abstimmung innerhalb der Europäischen Union gedrängt. Melonis Aussagen knüpfen an diese Linie an, die militärische, finanzielle und politische Hilfe mit diplomatischen Initiativen verbindet. Der Europäische Rat berät traditionell über Sicherheitsfragen, Russland-Sanktionen, Unterstützung für die Ukraine und die Lage an den Außengrenzen. Welche Entscheidungen in Brüssel getroffen werden, ist offen; die Bewertung möglicher Wirkungen auf den Kriegsverlauf bleibt eine politische Einschätzung.

Die Kernaussagen Melonis wurden von italienischen Medien sowie in Berichten ukrainischer Plattformen zusammengefasst. Parlamentsunterlagen dokumentieren Zeit und Rahmen der Sitzung. Historische Bezüge wie Prager Frühling, Ungarischer Aufstand und Berliner Mauer dienten in der Rede als Argumentationsrahmen und stellen keine neuen Fakten zur aktuellen militärischen Lage dar.

Redakteur: Phillipe Schmidt-Araguin (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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