Politik

Norwegen und Ukraine vereinbaren Zusammenarbeit zum Schutz kritischer Infrastruktur

Das Direktorat für Zivilschutz in Norwegen und der ukrainische Dienst für Sonderkommunikation haben am 7. Oktober 2026 ein Memorandum zur institutionellen und technischen Kooperation unterzeichnet.

Das norwegische Direktorat für Zivilschutz und der Staatliche Dienst für Sonderkommunikation und Informationsschutz der Ukraine haben am 7. Oktober 2026 ein Memorandum über institutionelle und technische Zusammenarbeit zum Schutz kritischer Infrastruktur unterzeichnet. Anlass war ein Ausbildungsbesuch von Fachleuten der ukrainischen Behörde in Norwegen. Beide Seiten betonen, dass die Vereinbarung praktische Vorhaben zur Stärkung der Resilienz von Versorgungs- und Kommunikationssystemen erleichtern soll.

Nach ukrainischen Angaben umfasst die Kooperation den Austausch zu rechtlichen, institutionellen und operativen Ansätzen. Die Delegation informierte sich über die norwegische Umsetzung der EU-Richtlinie über die Resilienz kritischer Einrichtungen sowie über grundlegende NATO-Anforderungen an die nationale Resilienz. Bei einer Fachpräsentation stellte Kateryna Worobey vom zuständigen Departement der ukrainischen Behörde deren Kernfunktionen als verantwortlicher staatlicher Akteur für den Schutz kritischer Infrastruktur in der Ukraine vor. Sie hob den Bedarf an ganzheitlicher Risikoanalyse, mehrschichtigem Schutz und klaren Abläufen zwischen allen Beteiligten hervor und verwies auf die Bedeutung internationaler Zusammenarbeit.

Während des Besuchs wurden Schwerpunkte für die weitere Zusammenarbeit umrissen. Dazu zählen der Schutz von Anlagen in Energie- und Wassersektoren, Betrieb und Absicherung des norwegischen Notfallfunksystems Nødnett sowie der Austausch mit Forschungseinrichtungen wie dem Norwegischen Verteidigungsforschungsinstitut FFI. Gespräche fanden zudem mit dem norwegischen Außenministerium, dem Justizministerium, dem Direktorat für Wasserressourcen und Energie sowie mit der Nationalen Sicherheitsbehörde Norwegens statt. Für 2027 ist ein gemeinsames dreiseitiges Fachtreffen mit DSB, der ukrainischen Behörde und der Nationalen Sicherheitsbehörde Norwegens vorgesehen, um integrierte Schutzansätze für kritische Einrichtungen zu vertiefen.

Die Vereinbarung fügt sich in die breiter angelegte sicherheitspolitische Kooperation zwischen Norwegen und der Ukraine ein. Für die Ukraine ist der Zugriff auf norwegische Erfahrungen bei Krisenvorsorge, interoperablen Behördennetzen und Schutzverfahren von praktischem Nutzen, insbesondere unter den Bedingungen des andauernden Krieges. Die Unterzeichnung durch das Direktorat für Zivilschutz und den Staatlichen Dienst für Sonderkommunikation und Informationsschutz der Ukraine schafft einen Rahmen, um bereits laufende fachliche Kontakte in operative Projekte zu überführen.

Die Angaben beruhen auf der offiziellen Mitteilung der Regierung der Ukraine vom 7. Oktober 2026. Zuständigkeiten und Arbeitsfelder der norwegischen Seite sind in öffentlich zugänglichen Darstellungen des Direktorats für Zivilschutz beschrieben. Ein separates Pressebulletin der norwegischen Behörde zur Unterzeichnung lag zum Zeitpunkt der Veröffentlichung nicht vor; die zentralen Fakten – Unterzeichnung, thematische Schwerpunkte, beteiligte Institutionen und geplante Formate – sind durch die ukrainische Primärquelle dokumentiert.

Redakteur: Phillipe Schmidt-Araguin (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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