Wirtschaft

Pidlasa: Ukraine gibt derzeit täglich 172 Millionen Dollar für Verteidigung aus

Die Haushaltschefin der Werchowna Rada bezifferte die täglichen Verteidigungsausgaben am 13. September 2026 auf 172 Millionen US‑Dollar und verwies auf veröffentlichte Haushaltsdaten.

Die Ukraine wendet nach Angaben von Roksolana Pidlasa derzeit rund 172 Millionen US‑Dollar pro Tag für die Verteidigung auf. Die Vorsitzende des Haushaltsausschusses der Werchowna Rada nannte die Zahl am 13. September 2026 unter Verweis auf veröffentlichte Haushaltsdaten. Demnach beliefen sich die Verteidigungsausgaben der allgemeinen Staatskasse in den ersten acht Monaten 2026 auf 1,63 Billionen Hrywnja, was bei gängigen Umrechnungskursen etwa 37 Milliarden US‑Dollar entspricht. Aus diesen Ist‑Ausgaben ergibt sich der angenäherte Tagesdurchschnitt.

Pidlasa erläuterte, die laufenden Ausgaben würden aus Steuereinnahmen und inländischer Kreditaufnahme finanziert; zusätzliche internationale Instrumente blieben Gegenstand politischer Verhandlungen. Ihre Aussagen wurden von Interfax‑Ukraine, RBC‑Ukraine und Ukrinform aufgegriffen und stimmen mit den auf der Website des Haushaltsausschusses veröffentlichten Monatsdaten überein. Unabhängige Angaben zu tagesgenauen Schwankungen machte Pidlasa nicht; die Zahl ist als Durchschnittswert auf Basis der bisherigen Haushaltsumsetzung zu verstehen.

Die Belastung des Staatshaushalts ist außergewöhnlich hoch. Nach zuvor veröffentlichten Angaben entfallen aktuell rund 31 Prozent der jährlichen Wirtschaftsleistung auf Verteidigungsausgaben, ein im internationalen Vergleich sehr hoher Wert. Die Schwerpunktsetzung im Budget spiegelt die Kriegsrealität wider: Ein großer Teil der Mittel fließt in Löhne für das Militär, Beschaffung, Munition, Instandsetzung und medizinische Versorgung. Das Finanzministerium der Ukraine verweist zudem auf steigende inländische Platzierungen von Staatsanleihen, um Liquidität zu sichern.

Für die Haushaltsplanung ergeben sich daraus mehrere Konsequenzen. Erstens erhöht ein anhaltend hoher Tagesdurchschnitt den Druck auf das Defizit und die staatliche Kreditaufnahme. Zweitens gewinnen Gespräche mit internationalen Partnern über Kredite, Zuschüsse und makrofinanzielle Unterstützung an Gewicht. Drittens muss das Parlament Prioritäten zwischen Verteidigung, sozialen Leistungen und Investitionen laufend austarieren. Konkrete Vorhersagen über künftige Ausgabenniveaus machte Pidlasa nicht; sie hängen von der militärischen Lage, den Einnahmen, der Inflationsentwicklung und der Verfügbarkeit externer Hilfen ab.

Die genannte Zahl von 172 Millionen US‑Dollar pro Tag ist der Vorsitzenden des Haushaltsausschusses zugeschrieben und stützt sich auf veröffentlichte Haushaltsdaten. Abweichende Angaben aus anderen amtlichen Stellen lagen am 13. September 2026 nicht vor. Da es sich um eine Durchschnittsrechnung aus bereits geleisteten Ausgaben handelt, ist mit monatlichen Schwankungen zu rechnen, die erst mit den nächsten offiziellen Veröffentlichungen sichtbar werden.

Redakteur: Daniel Mayer (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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