Dnipropetrowsk

Russische Angriffe legen Stromversorgung in Dnipro und Kamianske lahm

Nach nächtlichen Treffern auf Energieanlagen meldet DTEK schwere Schäden: In Dnipro und Kamianske fiel großflächig der Strom aus, der Nahverkehr stand still.

Große Teile von Dnipro und der Industriestadt Kamianske sind nach aufeinanderfolgenden nächtlichen russischen Angriffen auf Energieanlagen ohne Strom geblieben. Das Energieunternehmen DTEK teilte am Morgen des 31. Oktober mit, zwei Objekte des regionalen Verteilnetzes seien schwer beschädigt worden. Eines der betroffenen Objekte sei bereits zuvor fast zwei Tage lang repariert worden und erneut getroffen worden, hieß es. Interfax-Ukraine und andere Medien zitierten die Angaben des Unternehmens.

Nach DTEK-Angaben waren neben weiten Teilen von Dnipro und Kamianske auch umliegende Gebiete in der Oblast Dnipropetrowsk betroffen. Die regionale Verkehrsverwaltung setzte am Morgen in Dnipro Tram- und Obuslinien sowie die Metro vorübergehend aus. Der staatliche Übertragungsnetzbetreiber Ukrenergo ordnete Notabschaltungen an, um das Gesamtsystem zu stabilisieren. Turnusmäßige planbare Abschaltungen werden nach Angaben der Betreiber während solcher Notmaßnahmen ausgesetzt.

Die gemeldeten Schäden fügen sich in die seit 2022 anhaltenden Angriffe auf die ukrainische Energieinfrastruktur, die wiederholt erhebliche Ausfälle bei Stromversorgung, Verkehr und kommunalen Diensten auslösen. Fachleute weisen darauf hin, dass wiederholte Treffer an Umspann- und Übertragungsanlagen Reparaturen verzögern, weil spezielle Ersatzteile und Schwertechnik gleichzeitig an mehreren Standorten benötigt werden. DTEK betonte, dass eines der beschädigten Objekte erst kurz zuvor instand gesetzt worden war.

Behörden und Energieunternehmen veröffentlichten zunächst keine belastbaren Prognosen zur Dauer der Wiederherstellung. Sie beschreiben vor allem beschädigte Anlagen, den Umfang der Abschaltungen und laufende Reparaturen. Präsident Wolodymyr Selenskyj verwies in jüngsten öffentlichen Stellungnahmen auf großflächige Folgen der russischen Angriffe für mehrere Regionen und kündigte koordinierte Unterstützung für besonders betroffene Gebiete an. Zahlen zur Lage in der Oblast Dnipropetrowsk werden fortlaufend von den Netzbetreibern und der Regionalverwaltung aktualisiert.

Die unmittelbaren Auswirkungen in Dnipro und Kamianske hängen nun vom Tempo der Reparaturen, der Netzstabilität nach Notabschaltungen und den Witterungsbedingungen ab. Kurzfristig ist mit Einschränkungen im öffentlichen Nahverkehr, Engpässen bei kommunalen Diensten und erhöhter Belastung für kritische Infrastruktur wie Krankenhäuser zu rechnen. Unabhängige Bestätigungen zu Art und Zahl der getroffenen Anlagen sowie zum Zeitplan der Wiederherstellung stehen weiterhin aus; die vorliegenden Angaben beruhen auf Mitteilungen der Betreiber und regionalen Behörden, darunter DTEK, Ukrenergo, Interfax-Ukraine und Ukrinform.

Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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