Russische Streitkräfte haben in der Nacht zum 27. August 2026 nach Angaben ukrainischer Behörden mehrere Regionen mit ballistischen Raketen, Marschflugkörpern und präzisionsgelenkten Luftbomben angegriffen. Betroffen waren unter anderem die Industriestadt Krywyj Rih in der Oblast Dnipropetrowsk, die Region Saporischschja sowie die Hauptstadt Kiew. Behörden berichten von Verletzten und Schäden an zivilen und wirtschaftlichen Objekten.
Aus Krywyj Rih teilte der Leiter des städtischen Verteidigungsstabs, Oleksandr Wilkul, am Morgen mit, die Stadt sei von zwei ballistischen Raketen getroffen worden. Nach seinen Angaben wurden zwei Menschen verletzt; ein Industriekomplex sei beschädigt worden. Einsatzkräfte bestätigten vor Ort Löscharbeiten und Absicherungsmaßnahmen. Unabhängige Inspektionen der betroffenen Anlagen dauern an.
In der Region Saporischschja meldeten die örtlichen Behörden mehrere nächtliche Einschläge und gaben zunächst drei Verletzte bekannt. Details zu den getroffenen Objekten nannten sie vorerst nicht. Aus Sicherheitsgründen veröffentlichten die Behörden keine präzisen Ortsangaben. Bild- und Videomaterial zeigt Rettungskräfte bei Aufräumarbeiten und Schäden an Gebäuden.
Die ukrainische Luftwaffe und das Verteidigungsministerium sprachen von einer breit angelegten Abwehraktion gegen verschiedene Flugkörper und Drohnen. Nach ihren vorläufigen Lageberichten wurden mehrere Ziele abgefangen. Die Angaben lassen offen, wie viele der eingesetzten Raketen und Drohnen jeweils ihr Ziel erreichten oder abgeschossen wurden. Unabhängige, umfassende Schadensbilanzen liegen noch nicht vor.
Seit Beginn der großangelegten Invasion 2022 setzt Russland wiederholt ballistische Raketen, Marschflugkörper und gelenkte Bomben gegen Ziele in der gesamten Ukraine ein. Die Angriffe erfolgen häufig in den Nachtstunden und richten sich nach Darstellung Kiews sowohl gegen militärische Infrastruktur als auch gegen Energieanlagen, Industrie und Wohngebiete. Moskau bestreitet gezielte Angriffe auf Zivilisten; unabhängige Untersuchungen dokumentierten in der Vergangenheit jedoch wiederholt Schäden an zivilen Objekten.
Für die betroffenen Regionen bedeuten die nächtlichen Angriffe zusätzliche Belastungen für Rettungsdienste, Strom- und Wasserversorgung sowie den Wiederaufbau. Die Behörden kündigten an, die Schäden zu erfassen und Betroffene zu unterstützen. Verlässliche, konsolidierte Opferzahlen und Schadensbewertungen für die aktuelle Angriffswelle werden im Tagesverlauf erwartet. Alle bisher genannten Zahlen beruhen auf den Mitteilungen der örtlichen Verwaltungen und der ukrainischen Luftwaffe vom 27. August 2026.
Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).