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Schewtschuk warnt vor Spaltung nach Umbettung von Jewhen Konowalez in Kyjiw

Der Großerzbischof Swjatoslaw Schewtschuk ruft in einer Kolumne vom 30. August 2026 zur Geschlossenheit auf. Anlass ist die staatlich organisierte Rückführung und Umbettung von Jewhen Konowalez am 18. August in Kyjiw.

Der Großerzbischof der Ukrainisch-Griechisch-Katholischen Kirche, Swjatoslaw Schewtschuk, hat die Ukrainer zu Einheit und Zurückhaltung in politischen Konflikten aufgerufen. In einer am 30. August 2026 veröffentlichten Kolumne knüpft er seinen Appell an die Rückführung und Umbettung der sterblichen Überreste von Jewhen Konowalez, die am 18. August 2026 auf dem Nationalen Militärischen Gedenkfriedhof in Kyjiw stattfand. Zuvor war der Leichnam am 11. August 2026 in Rotterdam exhumiert worden.

Behördliche Mitteilungen belegen die staatliche Organisation des Vorgangs. Das Präsidialamt der Ukraine führte die Teilnahme hoher Repräsentanten an, darunter Präsident Wolodymyr Selenskyj sowie Mitglieder von Regierung und Parlament. Das Ukrainische Institut für Nationales Gedenken dokumentierte die Exhumierung und begleitende religiöse Riten. Auch aus Lwiw wurden offizielle Beileids- und Anerkennungsbekundungen gemeldet. Damit ist der öffentliche und protokollarische Charakter der Rückführung belegt.

Schewtschuk verortet seine Mahnung im anhaltenden Kriegs- und Belastungskontext. Seine Kernaussage: Die Ukraine sei äußerem Druck nicht erlegen, gefährdet werde sie jedoch durch innere Zerrissenheit angesichts von Müdigkeit, Schmerzen, Verlusten und Enttäuschungen. Er verweist auf historische Erfahrungen: Nach dem Attentat auf Konowalez 1938 durch den sowjetischen Agenten Pawlo Sudoplatow seien bewusst Spaltungen unter ukrainischen Akteuren geschürt worden. Diese Darstellung ist eine politisch-historische Einordnung des Kirchenoberhaupts und als Zuschreibung zu werten, nicht als eigenständige amtliche Feststellung.

Nach Lesart des Großerzbischofs sollen Konflikte in demokratischen Verfahren und mit Respekt vor der Unterschiedlichkeit politischer Positionen ausgetragen werden. Er appelliert, moralische und religiöse Bindekräfte nicht zur Verschärfung politischer Gegensätze zu instrumentalisieren. Sein Beitrag reagiert damit ausdrücklich auf aktuelle Spannungen und die gesellschaftliche Erschöpfung mehr als zwei Jahre nach Beginn der russischen Vollinvasion.

Die Umbettung von Konowalez, 1891–1938 und zu Lebzeiten Oberst der Armee der Ukrainischen Volksrepublik, ist Teil der breiteren Debatte über Erinnerungspolitik in der Ukraine. Die Regierung versteht die Repatriierung historischer Persönlichkeiten als Akt nationaler Anerkennung. Welche Wirkung solche Schritte auf den gesellschaftlichen Zusammenhalt entfalten, bleibt offen und wird in der Öffentlichkeit kontrovers diskutiert. Belastbare Fakten – die Exhumierung am 11. August 2026 in Rotterdam, die Umbettung am 18. August 2026 in Kyjiw und die protokollarische Beteiligung staatlicher Stellen – sind dokumentiert; Bewertungen und mögliche Folgewirkungen sind als Meinungsäußerungen zu kennzeichnen.

Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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