Präsident Wolodymyr Selenskyj hat am 1. Oktober vom Kommandoposten an der Front die ukrainischen Verteidigerinnen und Verteidiger zum landesweiten Feiertag gewürdigt. In einer Videobotschaft dankte er allen, die das Land schützen, und verband den Anlass mit dem kirchlichen Fest Pokrowa. Er bekräftigte das Ziel, Russland zu besiegen und einen gerechten Frieden zu erreichen. Die Ansprache wurde am selben Tag veröffentlicht.
Selenskyj betonte, die Widerstandskraft der Ukraine erwachse aus der täglichen Arbeit derjenigen, die an der Front stünden. Wörtlich sprach er vom „tausendsechshunderteinundachtzigsten Tag der umfassenden Invasion“, verwies auf anhaltende Angriffe und Schäden und hob zugleich die Fähigkeit der ukrainischen Kräfte hervor, dem Gegner Verluste zuzufügen und notwendige Ziele zu erreichen. Konkrete Zahlen zu Verlusten oder Geländegewinnen nannte er nicht.
Der Präsident erinnerte an Gefallene, deren Namen landesweit zu Symbolen des Widerstands geworden sind. Genannt wurden unter anderem Vitalij Skakun, Da Vinci, Juice, Andrij Werhogliad, Iryna Tsybukh, Oleksandr Matsijewskyj sowie weitere Gefallene. Selenskyj sagte, in jeder ukrainischen Familie gebe es solche Namen, derer man gedenke, um deren Verlust man trauere und auf die man stolz sei.
Seinen Dank richtete Selenskyj ausdrücklich an die Soldatinnen und Soldaten der Streitkräfte sowie an Angehörige anderer Dienste: die Nationalgarde, den Sicherheitsdienst SBU, die Polizei und den Grenzschutz. Er hob die Leistung unterschiedlicher Waffengattungen und Unterstützungsdienste hervor, darunter Infanterie, Luftverteidigung, Marine, Artillerie, Aufklärung und ferngeführte Systeme. Die Präsenz des Präsidenten an einem vorderen Führungsort wurde von den Behörden als sichtbares Zeichen der Unterstützung für die Einsatzkräfte dargestellt.
Der Tag der Verteidigerinnen und Verteidiger der Ukraine wird seit einer Gesetzesänderung auf den 1. Oktober begangen. Das Fest Pokrowa fällt nach der reformierten Kirchenkalenderordnung ebenfalls auf dieses Datum. Damit verbinden sich staatliches Gedenken, das Bewusstsein für die Belastungen des laufenden Kriegs und die politische Zielsetzung der Führung. Aussagen zur militärischen Lage in der Ansprache bleiben bewusst allgemein; sie geben den politischen Kurs wieder, ohne operative Details preiszugeben. Unabhängige Angaben über konkrete Frontverläufe oder Opferzahlen waren nicht Teil der Rede und sind gesondert zu prüfen.
Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).