Kurzmeldung
In Bukowel (Oblast Iwano-Frankiwsk) hat Präsident Wolodymyr Selenskyj am 18. September 2026 die Gründung der „Karpatischen Acht“ (englisch: Carpathian Eight, kurz C8) bekanntgegeben. Beim Auftaktsummit, der vom 18. bis 20. September 2026 stattfindet, sind die acht beteiligten Staaten formal die Ukraine, Rumänien, Serbien, Polen, die Slowakei, Tschechien, Österreich und Ungarn; zusätzlich beteiligt sich die Europäische Union als Institution. Die Ankündigung erfolgte in einer Ansprache des Präsidenten und in einer gemeinsamen Presseerklärung der Teilnehmenden.
Selenskyj beschrieb die C8 als regionales Kooperationsformat mit praktischer Ausrichtung: Prioritäten seien Sicherheitsfragen, Versorgungssicherheit im Energiesektor, Logistik sowie die Förderung grenzüberschreitender wirtschaftlicher Beziehungen und lokaler Entwicklung. Konkrete bindende Sicherheitsgarantien, Budgetzahlen oder verbindliche Projektpläne wurden bei der Eröffnung nicht vorgelegt; das Format wurde als politischer Mechanismus zur besseren Abstimmung und zur Projektkoordination über Grenzen hinweg dargestellt.
Das Gipfeltreffen vereint Staaten, deren Territorien ganz oder teilweise zum Karpatenbogen gehören, und soll bestehende Makroregionalstrategien ergänzen. Teilnehmer betonten die Bedeutung robuster Verkehrs- und Lieferketten durch die Karpatenregion sowie die Möglichkeit, europäische Förderinstrumente und regionale Investitionen effizienter zu nutzen. Die Veranstalter planen Arbeitspakete und Foren für lokale Verwaltungen, Wirtschaft und Investoren; die konkrete operative Umsetzung und Finanzierungsquellen sollen in Folgegesprächen präzisiert werden.
Vertreter einzelner Regierungen erklärten, die Beteiligung diene sowohl dem regionalen Zusammenhalt als auch der Stärkung der Resilienz gegen hybride Bedrohungen. Einige Staats- und Regierungschefs nahmen persönlich teil, andere Länder entsandten hohe Repräsentanten. Beobachter wiesen darauf hin, dass die politische Stoßrichtung und die Praxis des Formats künftig von den nationalen Prioritäten der Mitgliedstaaten abhängen werden. Bis zum Ende des Auftakttreffens lagen gemeinsame Zeitpläne für Projekte oder verbindliche Abkommen nicht vor.
Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).