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Selenskyj zeigt neue Abfangdrohne gegen strahlgetriebene Schaheds

Präsident Wolodymyr Selenskyj hat Videoaufnahmen eines von der militärischen Gegenspionage des Sicherheitsdienstes der Ukraine entwickelten Abfangsystems veröffentlicht, das nach seinen Angaben bereits erfolgreich gegen strahlgetriebene Schaheds eingesetzt wurde.

Präsident Wolodymyr Selenskyj hat am 19. September 2026 Videoaufnahmen eines neuen Abfangsystems vorgestellt, das gegen strahlgetriebene Schaheds eingesetzt wird. Nach seinen Angaben stammt die Entwicklung von der militärischen Gegenspionage des Sicherheitsdienstes der Ukraine (SBU) und wurde bereits mit Erfolg erprobt. Der Beitrag folgte auf einen Bericht des amtierenden SBU‑Chefs Oleksandr Poklad an den Präsidenten.

Die gezeigten Sequenzen sollen Einsätze eines speziell entwickelten Abfangmittels dokumentieren, das auf schnell fliegende, schwer abzufangende Ziele ausgelegt ist. Konkrete technische Daten – etwa zur Reichweite, Steuerung oder zur Art des Trägersystems – wurden nicht veröffentlicht. Selenskyj betonte, die Ukraine arbeite an der schnellen Skalierung der notwendigen Fähigkeiten; aus Sicherheitsgründen blieben Details unter Verschluss.

Amtliche Stellen verweisen seit Wochen auf eine Anpassung russischer Angriffsmuster, darunter der vermehrte Einsatz besonders schneller Drohnen. Das Verteidigungsministerium hatte im Spätsommer die Beschleunigung von Projekten zur Drohnenabwehr priorisiert. Nach Behördenangaben laufen Tests und erste operationelle Erprobungen neuer Abfanglösungen parallel zur Integration in bestehende Luftverteidigungs- und elektronische Gegenmaßnahmen.

Unabhängige technische Verifikationen der in dem Video behaupteten Leistungsdaten liegen bislang nicht vor. Die veröffentlichten Bilder und offiziellen Stellungnahmen liefern einen Nachweis für erfolgreiche Einzeleinsätze, ersetzen jedoch keine umfassende Bewertung der Wirksamkeit unter unterschiedlichen Gefechtsbedingungen. Behörden machen zudem deutlich, dass genaue Angaben zu Stückzahlen, Einsatzorten und Taktiken aus Gründen des Truppen- und Objektschutzes zurückgehalten werden.

Die öffentliche Präsentation erfolgt vor dem Hintergrund anhaltender Debatten in Kyjiw über Prioritäten bei der Abwehr russischer Drohnen. Zuletzt hatte der präsidiale Berater für technologische Verteidigungsentwicklung, Serhij Beskrestnow, die frühere Militärführung – namentlich den ehemaligen Oberbefehlshaber Oleksandr Syrskyj – und Teile der elektronischen Kampfführung kritisiert, es habe zu wenig koordinierte Anstrengungen gegen vernetzte Drohnenschwärme gegeben. Diese Vorwürfe sind von den Genannten nicht unabhängig geprüft; sie unterstreichen jedoch den politischen Druck, neue Abfangmittel schnell in ausreichender Zahl verfügbar zu machen.

Mit der nun gezeigten Abfangdrohne setzt die Ukraine auf eine zusätzliche Schicht im mehrstufigen Schutz gegen Luftangriffe. Ob und wie rasch das System großflächig ausgerollt werden kann, hängt nach offizieller Lesart von industrieller Kapazität, Ausbildungsstand und der Einbindung in die Gefechtsführung ab. Russland dürfte seinerseits auf neue Abwehrmethoden reagieren, sodass die Wirksamkeit des Systems im Verlauf weiterer Einsätze genauer zu bewerten sein wird.

Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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