Eine Shahed-Drohne hat am 23. August in der Oblast Odesa die Lokomotive des Personenzugs Nr. 147 (Zhytomyr–Odesa) getroffen. Das teilte die staatliche Eisenbahngesellschaft Ukrzaliznytsia mit. Dem Unternehmen zufolge wurde der Zug zwischen zwei Bahnhöfen gestoppt und die Passagiere wurden rasch evakuiert; es gebe keine Verletzten.
Ukrzaliznytsia bezifferte die Zahl der Reisenden an Bord mit 593, darunter 15 Kinder. Der Weitertransport in Richtung Odesa wurde nach Unternehmensangaben organisiert und von Einsatzkräften vor Ort begleitet. Aus operativen Gründen wurden keine genauen Haltepunkte oder Streckenabschnitte genannt.
Die Bahn spricht von einem Treffer an der Lokomotive; die Wagen seien nicht direkt beschädigt worden. Bilder oder technische Details zur Schadenshöhe lagen zunächst nicht vor. Die Angaben stammen von Ukrzaliznytsia und wurden am Sonntag von mehreren ukrainischen Medien aufgegriffen. Unabhängige Bestätigungen über Art und Umfang der Schäden sowie über die genaue Position des Zuges liegen bislang nicht vor.
Nach ukrainischen Behördenangaben setzt Russland im Krieg regelmäßig Shahed-Drohnen gegen zivile Infrastruktur ein. In jüngsten Meldungen ist teils von „reaktiv“ modifizierten Varianten die Rede, die eine höhere Geschwindigkeit erreichen sollen. Offizielle Stellen veröffentlichen zu laufenden Sicherheitslagen jedoch nur begrenzte Informationen.
Vor diesem Hintergrund verweist Ukrzaliznytsia auf interne Sicherheits- und Monitoring-Prozesse, die bei drohender Gefahr das Anhalten von Zügen und die Evakuierung auslösen. Ziel sei es, die Gefahr für Fahrgäste und Personal zu minimieren. Über die Ermittlungen zu dem Vorfall und mögliche Anpassungen der Schutzmaßnahmen machte das Unternehmen zunächst keine weiteren Angaben.
Die Einsatzkoordination vor Ort erfolgte nach Angaben der Bahn in Abstimmung mit dem Staatlichen Dienst der Ukraine für Notfallsituationen (DSNS). Weitere Einzelheiten zur Zusammenarbeit mit regionalen Behörden in der Oblast Odesa wurden nicht veröffentlicht.
Die heute gemeldete Attacke reiht sich in wiederholte Angriffe auf Bahninfrastruktur in der Ukraine ein. In den vergangenen Wochen wurden aus verschiedenen Regionen Treffer auf Gleisanlagen und Lokomotiven gemeldet. Verlässliche, öffentlich zugängliche Gesamtzahlen zu Schäden an der Schieneninfrastruktur liegen nicht vor; die Behörden verweisen regelmäßig auf laufende Untersuchungen und Sicherheitsinteressen. Für die Passagiere des Zuges Nr. 147 stand den Angaben zufolge die sichere Weiterbeförderung an erster Stelle, während Spezialteams die Lage an der Strecke prüften.
Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).