In der laufenden Deklarationskampagne 2026 hat der Staatlicher Steuerdienst der Ukraine (ДПС) bekräftigt, dass eine Verschiebung des Abgabetermins für Steuererklärungen die Zahlungsfrist grundsätzlich nicht verändert. Maßgeblich bleibt der Steuerkodex der Ukraine (ПКУ): Fällige Beträge sind innerhalb der gesetzlich festgelegten Frist zu entrichten; fällt der letzte Termin auf einen Feiertag oder ein Wochenende, gilt der folgende Bankarbeitstag als letzter Zahlungstag.
Damit stellt die Behörde klar, dass Abgabefrist der Steuererklärung und Zahlungsfrist rechtlich getrennte Fristen sind. Die Steuerschuld entsteht nach dem Steuerkodex mit Eintritt des steuerlichen Sachverhalts; bei Selbstveranlagung ist die in der Steuererklärung ausgewiesene Summe innerhalb der vorgegebenen Zahlungsfrist zu begleichen. Wird die Steuererklärung erst nach Ablauf der Zahlungsfrist eingereicht, bleibt die Fälligkeit unberührt; die Zahlung ist nachzuholen. Mögliche Sanktionen – etwa Säumniszinsen oder Bußgelder – richten sich nach den Bestimmungen des Kodex. Der Staatlicher Steuerdienst der Ukraine verweist hierzu auf seine Wissensdatenbank ZIR und einschlägige Mitteilungen, die die Trennung der Pflichten erklären und wiederholt hervorheben, dass eine reine Verlegung der Abgabefrist keinen Zahlungsaufschub bewirkt.
Differenziert zu betrachten ist die Korrekturerklärung (уточнююча декларація). Wird sie vor Ablauf der Zahlungsfrist eingereicht und ändert den geschuldeten Betrag, sind die angepassten Verpflichtungen innerhalb der verbleibenden Frist zu begleichen. Ergibt sich aus der Korrektur eine Minderung, kann diese entsprechend verrechnet werden. Erfolgt die Korrektur nach Fälligkeit und führt zu einer Erhöhung, ist die Differenz nachzuzahlen; etwaige Sanktionen bestimmen sich wiederum nach dem Steuerkodex der Ukraine (ПКУ). Für die praktische Handhabung betont die Behörde insbesondere die Bedeutung von Wochenenden und Feiertagen für die rechtzeitige Zahlung: Maßgeblich ist der nächste Bankarbeitstag.
Ausnahmen bleiben ausdrücklich Sonderregelungen vorbehalten, in denen Regierung oder Parlament zeitweise abweichende Fristen festlegen; in solchen Fällen gelten die in der jeweiligen Entscheidung genannten Termine. Die Hinweise des Staatlicher Steuerdienst der Ukraine in der Rubrik zur Deklarationskampagne 2026 und in der Wissensdatenbank ZIR erläutern typische Fallgestaltungen und sollen Unternehmen wie Privatpersonen eine verlässliche Planungsgrundlage geben: Fristen frühzeitig prüfen, Fälligkeitstermine einplanen und bei Unsicherheiten die offiziellen Erläuterungen heranziehen.
Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).