Nach schweren russischen Drohnen- und Raketenangriffen im Süden und Zentrum der Ukraine sind am 21. August mindestens 19 Menschen getötet und weit über hundert verletzt worden. Das teilten die Regionalverwaltung von Krywyj Rih und das ukrainische Innenministerium am späten Abend sowie am Morgen des 22. August mit.
In Krywyj Rih (Oblast Dnipropetrowsk) traf nach Angaben der Regionalverwaltung ein Doppelangriff ein Einkaufszentrum. Die zweite Detonation ereignete sich, als Rettungskräfte bereits vor Ort waren. Mindestens 15 Menschen kamen ums Leben, rund 130 wurden verletzt. Die Rettungs- und Bergungsarbeiten dauerten über Nacht an; die Behörden warnten vor möglichen weiteren Opfern in den Trümmern.
In der Oblast Mykolajiw wurde die Ortschaft Tokarivka von einer Shahed-Drohne getroffen. Nach Mitteilung des Innenministeriums starben dort vier Menschen, darunter drei Kinder. Der Einschlag beschädigte ein Gebäude, in dem sich mehrere zivile Einrichtungen befanden. Ermittler der Nationalpolizei dokumentieren den Tatort; die Staatsanwaltschaft leitete Strafverfahren wegen des Verdachts auf Verstöße gegen die Gesetze und Gebräuche des Krieges ein.
Weitere Angriffe wurden aus der Oblast Saporischschja gemeldet, wo nach Behördenangaben ein Linienbus beschädigt und mehrere Menschen verletzt wurden. Die dortigen Zahlen gelten als vorläufig. Unabhängige Bestätigungen aller Einzelheiten stehen teils noch aus; die Angaben in diesem Bericht beruhen auf übereinstimmenden Mitteilungen ukrainischer Behörden und Medien.
Ukrainische Stellen verweisen seit Monaten auf das Muster zeitlich gestaffelter Attacken, bei denen eine zweite Welle Einsatzkräfte und Umstehende besonders gefährdet. Präsident Wolodymyr Selenskyj verurteilte die Angriffe und sprach von Terror gegen die Zivilbevölkerung; internationale Beobachter mahnen erneut die Einhaltung des humanitären Völkerrechts an. Russland äußerte sich zu den konkreten Vorfällen zunächst nicht; derartige Angriffe werden von Moskau regelmäßig mit dem Ziel militärischer Infrastruktur begründet.
In den betroffenen Regionen wurden Sicherheitsvorkehrungen an öffentlichen Einrichtungen und Verkehrspunkten erneut verstärkt. Präzise Feststellungen zur Art der eingesetzten Munition, zur Zielauswahl und zu Verantwortlichen bleiben den laufenden Ermittlungen vorbehalten. Nicht öffentliche taktische Details werden aus Sicherheitsgründen nicht genannt. Zahlen zu Opfern und Schäden können sich mit dem Fortgang der Arbeiten der Rettungsdienste und der Ermittler noch ändern.
Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).