Politik

Sybiha trifft Monacos Außenministerin Berro-Amadeï in Kiew

Der ukrainische Außenminister Andrij Sybiha hat in Kiew seine monégassische Amtskollegin Isabelle Berro-Amadeï empfangen. Im Fokus standen humanitäre Zugänge in russisch besetzten Gebieten, Verantwortlichkeit Russlands und die Zusammenarbeit mit dem Europarat.

Am Dienstag, 15. September 2026, hat der ukrainische Außenminister Andrij Sybiha in Kiew die Außenministerin und Kooperationsministerin des Fürstentums Monaco, Isabelle Berro-Amadeï, empfangen. Nach Angaben aus Kiew betonte Sybiha nach den Gesprächen die katastrophale Lage in den russisch besetzten Oleshky und benachbarten Ortschaften. Er forderte sofortigen Zugang für Hilfsorganisationen sowie funktionierende humanitäre Korridore, damit Zivilisten medizinisch versorgt werden und ausreisen können.

Beide Minister hoben zudem die Notwendigkeit hervor, Verantwortung für den russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine durch internationale Mechanismen durchzusetzen. Aus ukrainischer Sicht bleibt die Arbeit an einem Sondertribunal zum Verbrechen der Aggression und an einem Entschädigungsmechanismus zentral. Sybiha verwies hierbei auf die Rolle des Europarats als Plattform, auf der entsprechende Ansätze vorbereitet werden. Er dankte zugleich dem monégassischen Vorsitz im Ausschuss der Minister des Europarats für die Priorisierung der Ukraine im laufenden Arbeitsprogramm.

Ein weiterer Schwerpunkt der Unterredung war laut ukrainischer Darstellung die Rückführung rechtswidrig verbrachter ukrainischer Kinder sowie der Schutz ihrer psychischen Gesundheit. Beide Seiten erörterten zudem die praktische Zusammenarbeit der Ukraine mit dem Europarat, darunter die Vorbereitung eines neuen Aktionsplans für die Jahre 2027 bis 2030. Dieser soll Reformen zur europäischen Integration unterstützen und demokratische Institutionen, Rechtsstaatlichkeit und den Menschenrechtsschutz in der Ukraine stärken.

Berro-Amadeï bekräftigte nach ukrainischen Angaben die Bereitschaft Monacos, im Kulturgüterschchutz und bei humanitärer Hilfe weiter mitzuwirken. Kiew würdigte in diesem Zusammenhang den Beitrag des Fürstentums zum Internationalen Allianzfonds zum Schutz des Kulturerbes in Konfliktzonen sowie zur Sicherung ukrainischer Museumsbestände.

Konkrete finanzielle Zusagen oder neue Fristen wurden im Anschluss an das Treffen nicht bekanntgegeben. Die öffentlichen Aussagen zu Inhalten und Schwerpunkten der Gespräche beruhen auf amtlichen Mitteilungen aus Kiew. Unabhängige Bestätigungen zu operativen Details humanitärer Maßnahmen lagen zunächst nicht vor. Die Begegnung reiht sich in eine Serie bilateraler Kontakte der ukrainischen Diplomatie mit europäischen Partnerstaaten und internationalen Organisationen im Herbst 2026 ein und unterstreicht den fortgesetzten Versuch, humanitäre Zugänge in besetzten Gebieten zu sichern und internationale Rechenschaftsmechanismen voranzutreiben.

Redakteur: Phillipe Schmidt-Araguin (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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