In der Stadt Kotovsk in der Oblast Tambow ist am Morgen des 26. August 2026 ein Logistikzentrum des Onlinehändlers Wildberries in Brand geraten. Der regionale Gouverneur Jewgeni Pervyschow sprach von einer „massiven“ Drohnenattacke, nach der sich das Feuer auf mehr als 100.000 Quadratmeter ausgebreitet habe. Ein Mitarbeiter sei verletzt worden, Beschäftigte vor Ort wurden evakuiert. Die Informationen verbreitete die Regionalregierung über ihre Telegram-Kanäle und staatliche Medien.
Wildberries erklärte auf seinem Telegram-Kanal, der betroffene Standort habe keine neuen Lieferungen angenommen. Zum Ausmaß der Schäden und zur Zahl der anwesenden Beschäftigten äußerte sich das Unternehmen zunächst nicht. Lokale Behörden forderten Anwohner auf, wegen Rauchentwicklung Fenster und Türen geschlossen zu halten und Bewegungen in der Stadt vorübergehend einzuschränken.
Unabhängig bestätigen ließ sich die Urheberschaft des Angriffs zunächst nicht. Ukrainische Stellen gaben zu dem konkreten Vorfall vorerst keine Erklärung ab. In früheren Fällen hatte Kiew Angriffe mit dem Ziel begründet, die ökonomische Infrastruktur Russlands zu beeinträchtigen. Russische Behörden stufen wiederholte Schläge auf zivile Logistikobjekte als Terrorakte ein und leiteten Ermittlungen ein.
Der Brand in Kotovsk steht im Kontext einer seit Juli 2026 gemeldeten Welle von Drohnenangriffen auf russische Logistikzentren. Bereits am 18. Juli war derselbe Wildberries-Standort nach regionalen Angaben Ziel einer Attacke geworden. Seither dokumentierten Medien Brände und Schäden an weiteren großen Lagerflächen von E-Commerce-Betreibern. The Kyiv Independent berichtete, ukrainische Kräfte hätten ihre Schläge gegen Wildberries-Standorte wieder aufgenommen. Russische Medien wie Meduza und Kommersant verwiesen am 26. August auf mehrere nahezu zeitgleiche Angriffe und Brände in verschiedenen Regionen.
Verifiziert sind zum jetzigen Stand die Aussagen der Regionalbehörden zur Brandlage in Kotovsk und die Bestätigung von Wildberries, dass der Standort keine neuen Anlieferungen entgegennahm. Offen bleiben genaue Schadenssummen, die Zahl möglicher weiterer Verletzter sowie eine offizielle Verantwortungsübernahme. Welche Folgen der Brand für Lieferketten des Unternehmens und für den russischen Onlinehandel insgesamt hat, ist noch unklar; Analysten erwarten bei anhaltenden Ausfällen jedoch spürbare Beeinträchtigungen.
Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).