Die Zahl der Todesopfer nach einem Drohnenangriff auf ein Lager in der Kiewer Oblast ist nach ukrainischen Angaben auf 38 gestiegen. Präsident Wolodymyr Selenskyj sprach am Montag von einem weiteren Anstieg der Bilanz. Dutzende Menschen wurden verletzt, Hunderte aus der Umgebung evakuiert. Rettungskräfte setzen ihre Suche nach Verschütteten fort.
Die Behörden berichten, dass die Explosionen Brände auslösten und Wohnhäuser, Lagerhallen sowie Fahrzeuge in umliegenden Ortschaften westlich von Kiew beschädigten. Der genaue Tatort wird aus Sicherheitsgründen nicht genannt. Nach Darstellung des Innenministeriums der Ukraine detonierte in dem betroffenen Komplex gelagerte Munition, was die Zerstörungen verstärkte. Unabhängige Bestätigungen dieser Detailursache liegen bislang nicht vor.
Das Innenministerium der Ukraine teilte mit, mehr als 370 Menschen seien vorsorglich in Sicherheit gebracht worden; vor Ort wurden Anlaufstellen für Soforthilfe eingerichtet. Die Staatsanwaltschaft hat zusammen mit Brandermittlern und Forensikern Untersuchungen aufgenommen. Zuständige Stellen warnen vor Gefahren durch mögliche Blindgänger und Glutnester. Die Zahl der Opfer könne sich mit dem Fortgang der Arbeiten ändern.
Der Angriff reiht sich in mehrere aufeinanderfolgende nächtliche und tageszeitliche Attacken mit Drohnen und Raketen gegen die Hauptstadtregion ein. Luftabwehrkräfte meldeten intensive Abwehr, dennoch erreichten einzelne Flugkörper bewohnte Gebiete. Internationale Nachrichtenagenturen und ukrainische Medien verweisen auf laufend aktualisierte Opferzahlen; Angaben stammen vor allem von ukrainischen Behörden und wurden von großen Redaktionen aufgegriffen. Unabhängige Überprüfungen aller Details sind angesichts der Lage derzeit nur eingeschränkt möglich.
Selenskyj kondolierte den Hinterbliebenen und forderte verstärkte internationale Unterstützung für Luftverteidigung und Zivilschutz. Aus dem Präsidentenbüro hieß es, Priorität habe die Versorgung der Verletzten sowie die Unterbringung der Evakuierten. Kommunale Dienste begannen mit der Schadensaufnahme und der Sicherung beschädigter Gebäude. Rechtliche Bewertungen zu Verantwortlichkeiten sollen die Ermittlungen klären.
Die Ereignisse unterstreichen die anhaltende Gefährdung von Zivilbevölkerung und Infrastruktur in der Kiewer Oblast. Für die kommenden Tage kündigten die Behörden erhöhte Alarmbereitschaft und psychologische Unterstützung für Betroffene an. Mit weiteren offiziellen Zwischenständen ist zu rechnen, sobald Identifizierungen abgeschlossen und technische Gutachten vorliegen.
Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).