Politik

Ukraine beauftragt Rothschild and Co für Verkauf von Ukrgasbank und Sense Bank

Das Finanzministerium der Ukraine hat mit Rothschild and Co sowie Ukrgasbank und Sense Bank Verträge über Beratungsleistungen zur Vorbereitung der Privatisierung unterzeichnet.

Das Ministerium der Finanzen der Ukraine hat am 23. Oktober 2026 mit N. M. Rothschild and Sons Limited, das zur Gruppe Rothschild and Co gehört, sowie mit der Ukrgasbank und der Sense Bank Dreiparteienverträge geschlossen. Der Auftrag umfasst die finanzielle Beratung zur Vorbereitung des Verkaufs der staatlichen Aktienpakete beider Institute. Das Ministerium hatte Rothschild and Co nach einem Ausschreibungsverfahren ausgewählt und bindet das Unternehmen in einem Konsortium mit der ukrainischen Investmentbank FinPoint ein.

Vereinbart sind unter anderem die Koordination der Due-Diligence-Prüfungen, die Erstellung von Informationsunterlagen für potenzielle Investoren, die Ansprache internationaler Interessenten sowie die Unterstützung bei der Organisation des Verkaufsverfahrens. Finanzminister Serhij Martschenko erklärte, Ziel sei ein transparenter und wettbewerblicher Prozess, der strategische Investoren anzieht und den staatlichen Anteil am Bankensektor verringert.

Mit der Mandatierung ist kein Eigentümerwechsel verbunden. Beide Banken arbeiten den Angaben zufolge im regulären Betrieb weiter, erfüllen ihre Verpflichtungen gegenüber Kundinnen und Kunden, einschließlich Einlagen, und stellen die Kontinuität der Dienstleistungen sicher. Über weitere Schritte der Vorbereitung zur Privatisierung wollen die Institute und das Ministerium öffentlich informieren.

Der Schritt folgt auf frühere Regierungsbeschlüsse zur Privatisierungsvorbereitung. Am 1. Oktober 2025 leitete das Kabinett den Prozess zum Verkauf der staatlichen Pakete in der Sense Bank und der Ukrgasbank ein. Am 29. Oktober 2025 legte die Regierung das Verfahren zur Einbindung eines Beraters fest, und am 31. März 2026 schrieb das Finanzministerium die Auswahl eines Finanzberaters aus. Die Einbindung eines externen Beraters ist durch das ukrainische Gesetz über besondere Aspekte des Verkaufs staatlicher Aktienpakete in Bankinstituten vorgesehen.

Wirtschaftspolitisch entspricht der Schritt der Strategie, die Dominanz des Staates im Bankensystem zu verringern und damit Effizienz und Kapitalallokation zu verbessern. Zugleich bleibt der Prozess anspruchsvoll: Marktumfeld, geopolitische Risiken und regulatorische Anforderungen an Kapitalqualität und Risikosteuerung können Zeitplan und Erlöse beeinflussen. Eine enge Abstimmung mit der Nationalbank der Ukraine und dem Ministerkabinett gilt als Voraussetzung für Stabilität und für ein ordnungsgemäßes Verfahren.

Die Angaben beruhen auf Mitteilungen des Ministeriums der Finanzen und der beteiligten Banken. Die Auswahl von Rothschild and Co als Berater sowie der Konsortialpartner FinPoint wurde offiziell bekanntgegeben. Weitere Details zum Ablauf des Verkaufsverfahrens sollen in den nächsten Schritten präzisiert werden.

Redakteur: Phillipe Schmidt-Araguin (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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