Politik

Ukraine bietet Ländern der Joint Expeditionary Force erprobte Drohnenabwehr, Ausbildung und Produktion an

Verteidigungsminister Yevhenii Khmara kündigte am 3. Oktober 2026 an, die „Erweiterte Partnerschaft“ mit der Joint Expeditionary Force durch Technologieexporte, Ausbildungskooperationen und gemeinsame Fertigung auszubauen.

Kurzmeldung

Die Ukraine hat am 3. Oktober 2026 eine konkrete Ausweitung ihrer „Erweiterten Partnerschaft“ mit der Joint Expeditionary Force vorgeschlagen. Verteidigungsminister Yevhenii Khmara erklärte vor Teilnehmenden eines JEF-Treffens, die ukrainischen, im Krieg erprobten Lösungen zur Abwehr unbemannter Luftfahrzeuge und zur Integration von Sensordaten eigneten sich zur Verteidigung kritischer See- und Unterwasserinfrastruktur, etwa in der Ostsee. Das Ministerkabinett der Ukraine veröffentlichte die Rede und nennt die vorgestellten Bausteine als „Drone Deal“, „Train with Ukraine“ und „Build with Ukraine“.

Konkret nannte Khmara kostengünstige, massenhaft einsetzbare Drohnen-Interzeptoren, Systeme zur Detektion gegnerischer Drohnen und die Zusammenführung heterogener Informationsströme zu einer Luftlage in Echtzeit. Er wies darauf hin, dass diese technischen und operativen Lösungen bereits „im realen Einsatz“ geprüft seien und dass sie sich mit dem Mandat der Joint Expeditionary Force zur Abwehr hybrider Bedrohungen im nordeuropäischen Raum decken.

Nach Aussage des Ministerkabinett der Ukraine sollen die Formate „Drone Deal“ für Exportregelungen, „Train with Ukraine“ für gemeinsame Ausbildungsvorhaben und „Build with Ukraine“ für Kooperationen in der Fertigung die Grundlage für die Zusammenarbeit bilden. Details zu Zertifizierung, Exportkontrollen, Haftung und Finanzierung nannte Khmara nicht; diese Punkte müssten nun bilateral mit JEF-Staaten verhandelt werden.

Die Joint Expeditionary Force ist ein 2015 auf Initiative des Vereinigten Königreichs entstandenes multilaterales Format, dem Dänemark, Estland, Island, Lettland, Litauen, die Niederlande, Norwegen, Finnland und Schweden angehören. Die Ukraine erhielt 2025 den Status der „Erweiterten Partnerschaft“ und nahm seitdem an Verteidigungsministertreffen teil.

Die ukrainische Initiative zielt darauf ab, unmittelbare Kriegserfahrungen in nutzbare Schutzkonzepte für Partner zu übersetzen. Ob und in welchem Umfang JEF-Mitglieder gemeinsame Beschaffungen oder Produktion vereinbaren, hängt nun von technischen Prüfungen, gemeinsamen Standards und politischen Beschlüssen ab.

Redakteur: Phillipe Schmidt-Araguin (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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