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Ukraine meldet Abwehr massiver nächtlicher Drohnenangriffe

In der Nacht zum 3. Oktober meldete Kiew die Abwehr eines groß angelegten russischen Angriffs mit Drohnen und Gleitbomben. Laut Generalstab wurden 131 von 157 Angriffsflugkörpern abgefangen; es gab vereinzelte Einschläge, unter anderem in…

Die ukrainische Luftverteidigung hat nach eigenen Angaben in der Nacht zum 3. Oktober eine groß angelegte russische Angriffswelle weitgehend abgewehrt. Wie der Generalstab in Kiew mitteilte, wurden 131 von insgesamt 157 gestarteten unbemannten Angriffsflugkörpern abgeschossen oder unschädlich gemacht. Die Angriffe erfolgten demnach aus mehreren Richtungen. Trotz der hohen Abfangquote kam es zu vereinzelten Einschlägen mit Sachschäden, unter anderem in der Region Odessa. Angaben zu Verletzten lagen am Nachmittag noch nicht abschließend vor.

Nach übereinstimmenden Berichten ukrainischer Behörden und Medien setzte Russland erneut sogenannte Shahed-Drohnen sowie weitere kleinere Angriffs- und Aufklärungsdrohnen ein. Zudem war von lenkbaren Gleitbomben die Rede, die in ukrainischen Berichten als „Banderoli“ bezeichnet werden. Die Luftverteidigung reagierte mit einer kombinierten Abwehr aus Flugabwehrraketen, Flugabwehrgeschützen und elektronischer Gegenwehr. Die Zahl der abgefangenen Ziele und die aus mehreren Regionen gemeldeten Treffer lassen auf eine erneute Belastungsprobe für die ukrainischen Luftverteidigungskräfte schließen.

Die Militärführung betonte, Russland setze mit der breiten Streuung zahlreicher Drohnen und Gleitbomben weiterhin auf das Ziel, die ukrainischen Abwehrsysteme zu binden, Lücken zu testen und punktuell Energie- und Industrieanlagen zu treffen. Kiew verwies in diesem Zusammenhang auf den fortdauernden Bedarf an Flugabwehrmitteln, Munition und Technik für die Luftraumüberwachung. Konkrete Angaben zu getroffenen Infrastrukturobjekten wurden aus Sicherheitsgründen nur zurückhaltend gemacht.

Die gemeldete Bilanz beruht auf Mitteilungen des Generalstabs, Veröffentlichungen der Luftstreitkräfte und übereinstimmenden Berichten nationaler Medien wie Ukrinform, RBC-Ukraine und Interfax-Ukraine. Unabhängige Überprüfungen aller Einzelangaben sind in der aktuellen Lage nicht vollständig möglich. Von russischer Seite lagen zunächst keine Angaben vor, die die ukrainische Darstellung stützten oder ihr widersprachen.

Die nächtliche Attacke reiht sich in die seit Monaten anhaltenden russischen Fernangriffe auf die Ukraine ein, die regelmäßig mit Wellen von Drohnen und anderen Präzisionswaffen geführt werden. Aus ukrainischer Sicht zielen diese Operationen darauf, die Verteidigung auszuhöhlen und die Reparatur- und Produktionskapazitäten zu überlasten. Welche direkten Auswirkungen die jüngste Angriffswelle auf die militärische und zivile Infrastruktur haben wird, lässt sich nach dem jetzigen Kenntnisstand noch nicht abschließend beurteilen.

Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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