Seit dem 20. August 2026 sind auf den Straßen der Ukraine 50 zusätzliche stationäre Anlagen zur automatischen Foto- und Videoerfassung von Verkehrsverstößen in Betrieb. Das teilten das Innenministerium und die Nationalpolizei der Ukraine mit. Nach Angaben von Oleksij Biloshytskyj von der Patrouillenpolizei erhöht sich damit die Gesamtzahl der Messkomplexe auf 426.
Die neuen Standorte liegen sowohl innerorts als auch auf außerörtlichen Straßen. Genannt wurden unter anderem Riwne, Schytomyr, Smila, Tscherniwzi, Mykolajiw und Stryj sowie Abschnitte in den Gebieten Kyjiw, Riwne, Dnipropetrowsk, Kirovohrad, Wolyn, Lwiw, Iwano-Frankiwsk, Transkarpatien, Winnyzja, Schytomyr, Ternopil und Tscherkassy. Für das Gebiet Kyjiw sind demnach sechs zusätzliche Messpunkte außerhalb geschlossener Ortschaften vorgesehen. Die Behörden kündigten an, die exakten Standorte und die jeweils zulässigen Höchstgeschwindigkeiten über die offiziellen Informationskanäle bereitzustellen.
Als Ziel der Ausweitung nennen Innenministerium und Nationalpolizei die Verringerung von Verkehrsunfällen, insbesondere solcher infolge überhöhter Geschwindigkeit. Behörden verweisen dabei auf frühere Auswertungen, wonach an überwachten Abschnitten die Zahl der Unfälle deutlich zurückgegangen sei. Unabhängige Detailanalysen zu einzelnen Streckenabschnitten wurden in den aktuellen Mitteilungen jedoch nicht veröffentlicht.
Die zusätzlichen Anlagen sind Teil eines seit mehreren Jahren aufgebauten landesweiten Systems der automatischen Verkehrsüberwachung, das in Etappen erweitert wird. Die Einführung neuer Messpunkte wird vorab angekündigt; mit der Aktivierung gelten die Aufzeichnungen als Beweismittel in Ordnungswidrigkeitsverfahren. Zuständig für Betrieb und Auswertung ist die Nationalpolizei der Ukraine, das Innenministerium setzt die strategischen Schwerpunkte und kommuniziert die Ausbauetappen. Mit der jetzigen Tranche wird die Abdeckung weiter über verschiedene Regionen hinweg verdichtet – von Lwiw und Transkarpatien über Ternopil und Tscherniwzi bis zu Mykolajiw und dem Gebiet Dnipropetrowsk.
Zusätzlich zur festen Überwachung kündigte das Innenministerium weitere Maßnahmen an. Dazu zählen der Wiedereinsatz sogenannter Phantomfahrzeuge der Patrouillenpolizei mit mobiler Messtechnik sowie Vorschläge für schärfere Verwaltungssanktionen bei wiederholten Geschwindigkeitsverstößen. Diese Schritte sind angekündigt; Zeitpläne und konkrete Ausgestaltungen wurden nicht im Detail kommuniziert.
Die Betriebsaufnahme der 50 neuen Anlagen per 20. August geht aus offiziellen Verlautbarungen des Innenministeriums und der Nationalpolizei der Ukraine hervor, die auch von ukrainischen Medien aufgegriffen wurden. Technische Spezifikationen der neuen Messsysteme und Angaben zu Datenschutzvorkehrungen werden in den Mitteilungen nur allgemein umrissen. Die Behörden verweisen darauf, weiterführende Informationen zu Standorten, Messparametern und Rechtsfolgen über ihre Portale zu veröffentlichen. Präzise Koordinaten der Kameras werden aus Sicherheits- und Betriebsgründen in den Mitteilungen nicht im Volltext wiedergegeben.
Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).