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Ukraine rügt Ungarn für Absage an Karpatische Acht und Öllager

Außenminister Andrij Sybiha hat Äußerungen von Ungarns Regierungschef Péter Magyar als unbegründet konfrontativ kritisiert, nachdem Budapest die Teilnahme an der Karpatischen Acht ablehnte und Öllager für ukrainische Reserven ausschloss.

Das ukrainische Außenministerium hat am 22. September die jüngsten Aussagen des ungarischen Ministerpräsidenten Péter Magyar scharf kritisiert. Außenminister Andrij Sybiha sprach von unbegründet konfrontativen Äußerungen, nachdem Magyar erklärt hatte, Ungarn werde sich nicht an dem von Kiew angestoßenen Format Karpatische Acht beteiligen und auf ungarischem Staatsgebiet keine Öllager für ukrainische strategische Reserven zulassen.

Sybiha schrieb auf X, die Karpatische Acht sei darauf angelegt, die Entwicklung des gesamten Karpatenraums zu fördern und vernetzte, gegenseitig vorteilhafte Projekte in acht Ländern zu ermöglichen. Gründe für die kategorische Absage aus Budapest seien unklar. Mit Blick auf die Energiekooperation warnte er, politische Eingriffe in pragmatische Geschäftsbeziehungen schadeten am Ende beiden Seiten. Seine Kritik bezog sich zugleich auf Magyars Ankündigung, Vorhaben zur Schaffung zusätzlicher Speicherkapazitäten für ukrainisches Öl in Ungarn zu blockieren.

Magyar hatte die Absage an das neue Regionalformat mit respektablen Gründen begründet, ohne Details zu nennen. Ungarische Stellungnahmen verweisen regelmäßig auf nationale Souveränität und Sicherheitsaspekte; offizielle Begründungen über das hinaus waren bis zum 22. September nicht öffentlich belegt. Aus Kiew heißt es dagegen, die Initiative Karpatische Acht sei auf Kooperation und praktischen Nutzen ausgerichtet, nicht auf politische Konfrontation.

Hintergrund ist die Suche der Ukraine nach zusätzlichen und möglichst geschützten Energieinfrastrukturen vor dem Winter. Medien in Kiew berichteten in den vergangenen Tagen über Gespräche zwischen Naftogaz und der MOL Group zu potenziellen technischen Optionen für Ölspeicher in Ungarn. Eine definitive Entscheidung oder ein verbindlicher Zeitplan wurden nicht bekanntgemacht. Sybiha betonte, dass bereits vereinbarte Linien für eine direkte, pragmatische und für beide Seiten vorteilhafte Zusammenarbeit zwischen Unternehmen durch politische Signale aus Budapest infrage gestellt würden.

Die Auseinandersetzung belastet die ohnehin spannungsreiche Nachbarschaft zwischen Ukraine und Ungarn. Für Kiew ist die Absage ein Rückschlag beim Versuch, regionale Infrastrukturprojekte im Karpatenraum zu institutionalisieren. Ob technische Prüfungen privater und staatlicher Akteure dennoch weitergeführt werden, blieb offen. Verbindliche Angaben zu Kosten, Kapazitäten oder Zeitplänen lagen am 22. September nicht vor. Aus ukrainischer Sicht bleibt der Kurs auf Dialog bestehen; zugleich signalisiert Budapest, seine Entscheidungen an innenpolitischen und sicherheitsbezogenen Erwägungen auszurichten.

Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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