Politik

Ukraine und China wollen Zentrum für robotische Chirurgie aufbauen

Eine ukrainische Delegation hat in China mit Partnern über SR2000-Operationssysteme und ein neues Ausbildungs- und Forschungszentrum beraten.

Die Ukraine bereitet gemeinsam mit Partnern aus China den Aufbau eines ersten wissenschaftlich-praktischen Zentrums für robotische Chirurgie vor. Das teilte die Regierung in Kyjiw am 27. Oktober 2026 mit. Demnach soll das Zentrum auf der Basis des Zentrums für Kardiologie und Herzchirurgie entstehen und Versorgung, ärztliche Ausbildung und Forschung verbinden. Als technologischer Kern ist die robotische Operationsplattform SR2000 vorgesehen.

Die Gespräche fanden im Rahmen eines Arbeitsbesuchs einer ukrainischen Delegation in China statt. An ihr nahmen nach Regierungsangaben der stellvertretende Gesundheitsminister Gennadij Nersesjan, der Vorsitzende des Parlamentsausschusses für Gesundheit Mychajlo Radutskyj, der Leiter der Lwiwer Gebietsverwaltung Maksym Kozyzkyj, die Abgeordnete Olha Rudenko sowie Vertreter führender medizinischer Einrichtungen teil. Eines der zentralen Themen war die Umsetzung eines gemeinsamen Projekts zur Schaffung des Zentrums. Dazu gehören die Lieferung und Inbetriebnahme von fünf SR2000-Systemen, die Schulung ukrainischer Ärztinnen und Ärzte sowie der Aufbau von Wartungskapazitäten und wissenschaftlicher Begleitung.

Nach Angaben des Gesundheitsministeriums soll die Nationale Universität für Gesundheitswesen P. L. Schupyka die Ausbildungskomponente verantworten. Chinesische Partner, darunter Suzhou Kangduo Robot Co., Ltd., sollen die Einführung der Technik unterstützen und Personal qualifizieren. Die Delegation informierte sich außerdem auf der Branchenmesse CMEF 2026 über aktuelle Entwicklungen der Medizintechnik.

Das Ministerium betonte, die Zusammenarbeit solle den Zugang zu modernen Operationsverfahren verbreitern und die Qualifizierung in robotischer Chirurgie beschleunigen. Robotische Systeme erlauben bei geeigneten Indikationen eine besonders präzise Führung der Instrumente. Nach den bisherigen Regierungsangaben sind Details zu Finanzierungsquellen, Lieferfristen und regulatorischen Genehmigungen in der Ukraine noch nicht abschließend öffentlich. Diese Punkte bleiben vor der praktischen Umsetzung zu klären.

Die Ankündigung reiht sich in Bestrebungen ein, die hochspezialisierte Versorgung im Land zu stärken und internationale Kooperationen im Gesundheitssektor auszubauen. Sollte das Vorhaben wie geplant realisiert werden, könnte es die Durchführung komplexer minimalinvasiver Eingriffe in der Ukraine erleichtern und einen strukturierten Ausbildungspfad für robotisch assistierte Verfahren schaffen. Aussagen zu Umfang, Zeitplan und Auswahl weiterer Kliniken außerhalb des kardiologischen Schwerpunkts liegen bisher nicht vor und wurden seitens der Beteiligten nicht über das genannte Projekt hinaus spezifiziert.

Redakteur: Phillipe Schmidt-Araguin (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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