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Ukraine und Usbekistan verhandeln über Erleichterungen beim Export ukrainischer Medikamente

Kiew und Taschkent sprechen über vereinfachte Prüf- und Zulassungswege, während Usbekistan strengere Importvorgaben plant. Branchenberichte warnen vor Risiken für ukrainische Hersteller.

Die Ukraine und Usbekistan sprechen über Schritte zur Vereinfachung des Exports ukrainischer Medikamente. Das Gesundheitsministerium der Ukraine verweist auf laufende Gespräche mit Partnerländern zu Lagerbedingungen, Sicherheit und der gegenseitigen Anerkennung regulatorischer Dokumente. Parallel dazu arbeitet das Staatliche Expertenzentrum des Gesundheitsministeriums an Verfahrensvereinfachungen: Im April 2026 veröffentlichte die Behörde aktualisierte Vertragsvorlagen, um Registrierungsunterlagen schneller zu prüfen und Prüfnachweise grenzüberschreitend leichter anzuerkennen.

Aus Branchenkreisen heißt es zugleich, dass Taschkent strengere Einfuhrvorgaben plant und die lokale Produktion stärker fördert. Diese Entwicklung birgt Risiken für ukrainische Hersteller, die auf den usbekischen Markt setzen. Laut einem Branchenbericht, über den Euromaidan Press am 7. Oktober 2026 berichtete, erzielten ukrainische Unternehmen im ersten Halbjahr Erlöse von rund 114 Millionen Dollar mit Arzneimittellieferungen nach Usbekistan. Verbände warnen, zusätzliche Dokumentationspflichten, mögliche Neuregistrierungen oder geänderte Transport- und Zollformalitäten könnten Marktanteile kosten, wenn Anpassungen nicht zügig begleitet werden.

Behördenseitig wird betont, dass beschleunigte Prüfungen die Arzneimittelsicherheit nicht unterlaufen sollen. Im Mittelpunkt stehen die Anerkennung vorhandener Studien- und Zulassungsunterlagen, klare Anforderungen an Lager- und Transportbedingungen sowie Nachweise zur Guten Herstellungspraxis. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums der Ukraine werden dazu Formate der Zusammenarbeit mit ausländischen Behörden erörtert. Interfax-Ukraine berichtet über entsprechende Abstimmungen zwischen Regulatoren und Industrievertretern.

Für die Unternehmen bleibt der Handlungsdruck hoch. Sie fordern staatliche Unterstützung bei der Verlängerung von GMP-Nachweisen, verlässliche Fristen in Anerkennungsverfahren und praktikable Zollabläufe, um bestehende Lieferketten zu stabilisieren. In der Regierung verweist man auf bereits veröffentlichte Leitfäden und Mustervereinbarungen des Staatlichen Expertenzentrums, die Anträge strukturieren und Doppelprüfungen vermeiden sollen. Ob und in welchem Umfang Usbekistan Erleichterungen bei der Anerkennung ukrainischer Unterlagen akzeptiert, hängt von den weiteren Gesprächen mit Taschkent ab.

Der ukrainische Pharmastandort hat seine Auslandsmärkte in den vergangenen Jahren verbreitert, steht jedoch vor unterschiedlichen Regulierungsregimen. Die aktuellen Abstimmungen mit Usbekistan sind daher ein Testfall: Gelingt eine abgestimmte Praxis bei Prüf- und Zulassungsfragen, könnten Lieferketten gesichert und zusätzliche Kosten vermieden werden. Bleiben die Importhürden hoch, droht eine Fragmentierung des Marktzugangs – mit Folgen für Planungssicherheit und Preise.

Redakteurin: Clara Simonichek (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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