Aktuell

Vatikan ruft zu sofortigem Ende der Kämpfe in der Ukraine auf

Kardinal Pietro Parolin bekräftigt am 5. Oktober die Unterstützung des Heiligen Stuhls für Initiativen zu einem sofortigen und wirksamen Waffenstillstand in der Ukraine.

Der Vatikan hat am 5. Oktober seine Aufforderung erneuert, die Kämpfe in der Ukraine unverzüglich zu beenden. Kardinal Pietro Parolin, Staatssekretär des Heiligen Stuhls, bekräftigte in vatikanischen Verlautbarungen und in Medieninterviews die Unterstützung für jede Initiative, die auf ein sofortiges, vollständiges und wirksames Ende der Kampfhandlungen zielt. Die Stellungnahmen wurden von vatikanischen Medien zusammengefasst und von italienischen Zeitungen, darunter La Repubblica, aufgegriffen.

Der Appell folgt auf wiederholte Mahnungen des Heiligen Stuhls seit Beginn des großangelegten russischen Angriffs auf die Ukraine im Februar 2022. Bereits in der Generaldebatte der 81. Sitzung der Vereinten Nationen hatte das Staatssekretariat jüngst betont, dass dauerhafter Frieden politische Ansätze erfordere, die über machtpolitische Logiken hinausgehen. In diesem Zusammenhang wurde ausdrücklich ein Ende der Gewalt in der Ukraine gefordert. Parolin stellte die humanitären Folgen des Krieges in den Vordergrund und unterstrich die Notwendigkeit, ziviles Leid zu verringern und den Schutz der Zivilbevölkerung zu gewährleisten.

Nach Angaben ukrainischer Medien signalisierte der Heilige Stuhl zudem erneut Bereitschaft, diplomatische Bemühungen zu unterstützen, die humanitäre Erleichterungen und Schritte hin zu einem Waffenstillstand ermöglichen könnten. Vatikanische Vertreter hatten bereits zuvor – unter anderem über Sondergesandte und den Apostolischen Nuntius in Kiew – Gesprächsbereitschaft und Vermittlungshilfen in Aussicht gestellt. Konkrete neue Formate oder Termine wurden am Wochenende jedoch nicht genannt.

Die jüngste Wortmeldung aus dem Vatikan ist eine politische Setzung mit vor allem moralischem Gewicht: Sie richtet sich an die Konfliktparteien und an Staaten, die Einfluss ausüben können. Welche praktischen Folgen daraus erwachsen, hängt von der Aufnahme durch die betroffenen Regierungen und internationale Partner ab. Bestätigte Angaben der Kriegsparteien zu möglichen neuen Vermittlungsschritten lagen am Montagmorgen nicht vor.

Mit seinen wiederholten Appellen versucht der Vatikan, die internationale Debatte auf Schutz von Zivilisten, Zugang für Hilfeleistungen und die Suche nach belastbaren Sicherheitsarrangements zu lenken. Während die diplomatischen Kanäle offen gehalten werden sollen, bleibt offen, ob und wann daraus substanzielle Verhandlungen über einen Waffenstillstand hervorgehen. Klar ist: Ohne Zustimmung der Ukraine und der Angreiferpartei sowie tragfähige Sicherheitsgarantien sind kurzfristige Durchbrüche kaum zu erwarten – umso mehr Gewicht legt der Heilige Stuhl auf Reduzierung des Leids und die Wahrung humanitärer Mindeststandards.

Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

Ende des Artikels

Anzeige

Aus dem PHOTRA-Netzwerk