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Vereinigte Staaten bereiten trilaterale Gespräche mit Ukraine und Russland vor, sagt Mike Johnson

US-Repräsentantenhaussprecher Mike Johnson sagte laut Berichten, Washington stehe «an der Schwelle» zu dreiseitigen Gesprächen mit Kiew und Moskau. Offizielle Bestätigungen von White House, Außenministerium, Kiew oder Moskau fehlten zunächst.

Kurzmeldung

Der Sprecher des US-Repräsentantenhauses, Mike Johnson, erklärte nach Angaben mehrerer Medien am 26. Oktober 2026, die Vereinigten Staaten stünden «an der Schwelle» zu trilateralen Gesprächen mit der Ukraine und Russland mit dem Ziel, Wege zur Beendigung des Krieges zu finden. Johnson führte demnach Gespräche mit Präsident Donald Trump und Außenminister Marco Rubio an, die ihm die Vorbereitungen erläutert hätten. Seine Äußerungen wurden von Ukrajinska Prawda aufgegriffen und auf Bloomberg berichtet.

Weder das Weiße Haus noch das US-Außenministerium veröffentlichten unmittelbar eine eigene Stellungnahme mit bestätigten Terminen, Rahmen oder Teilnehmerlisten. Auch aus Kiew und Moskau lagen zum Zeitpunkt der Berichterstattung keine belastbaren Angaben zu konkreten Treffenorten oder -daten vor. Frühere trilaterale Formate hatten in diesem Jahr bereits technische Vorgespräche zum Gegenstand; ein Übergang zu formellen Verhandlungen hängt nach ukrainischen Angaben von überprüfbaren Sicherheitsgarantien und der Wahrung territorialer Integrität ab.

Johnson betonte zugleich, Russland und dessen Präsident Wladimir Putin seien nicht uneingeschränkt vertrauenswürdig, weshalb Prüfmechanismen und Verifizierbarkeit zentral seien. Aus ukrainischer Sicht hat Präsident Wolodymyr Selenskyj wiederholt betont, Kiew werde nur Verhandlungen akzeptieren, die die Souveränität und Sicherheitsinteressen der Ukraine schützen. Russische Erklärungen zu Bedingungen für Verhandlungen — etwa Fragen zum Status bestimmter Gebiete oder Sicherheitsgarantien für Russland — waren in der Vergangenheit für die Ukraine nicht akzeptabel.

Der Vorstoß aus Washington ist vor allem als politische Initiative zu verstehen: Er signalisiert den Versuch, diplomatischen Raum für ein Gesprächsformat zu öffnen. Ob und in welchem Umfang Drittstaaten oder internationale Organisationen in Vermittlungsrollen eingebunden würden, blieb offen. Solange zentrale Fragen zu Format, Garantien und Verifizierbarkeit unbeantwortet sind, sind die Chancen für einen schnellen Durchbruch begrenzt. Für die Ukraine haben alle Vorschläge direkte sicherheits- und innenpolitische Folgen, weshalb Kiews Bedingungen für Fortschritte maßgeblich bleiben.

Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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