Aktuell

Zelenska berät mit Regierung und Kommunen in Tscherkassy über Schulessen

Olena Zelenska hat in Tscherkassy mit Regierungs- und Kommunalvertretern den Stand der Reform der Schulverpflegung beraten und mehr Verantwortung der Gemeinden für Qualität und Organisation eingefordert.

Die Erste Dame der Ukraine, Olena Zelenska, hat am 28. September 2026 in Tscherkassy (Cherkasy) mit Vertreterinnen und Vertretern der Regierung der Ukraine sowie mit Regionalverwaltungen über den Stand der Reform der Schulverpflegung beraten. Das Treffen fand im Rahmen des Kongresses der lokalen und regionalen Behörden unter dem Präsidenten der Ukraine statt. Zelenska verwies nach dem Termin auf bereitgestellte staatliche Standards und Mittel, betonte jedoch, dass Menügestaltung, Beschaffung und Organisation vor Ort entschieden werden müssten.

Nach Angaben aus dem Präsidialumfeld und regionalen Behörden konzentrierte sich die Arbeitsrunde auf praktische Hürden der Umsetzung: den Modernisierungsbedarf von Küchen und Speiseräumen, die Fortbildung von Küchenpersonal in regionalen kulinarischen Zentren, Lösungen für die Essensausgabe in Luftschutzräumen sowie die Aufrechterhaltung von Lieferketten unter Kriegsbedingungen. Vertreterinnen und Vertreter mehrerer Regionalverwaltungen und zahlreicher Gemeinden berichteten über Erfahrungen aus den ersten Wochen des laufenden Schuljahres.

Die Reform der Schulmahlzeiten wird seit 2020 schrittweise vorangetrieben. Das Ministerkabinett hat Qualitätsanforderungen an Rezepte, Nährwerte und Hygiene eingeführt; ergänzend werden Kommunen bei der technischen Erneuerung ihrer Küchenanlagen unterstützt. Nach Angaben der Oblast Tscherkassy profitieren dortige Bildungseinrichtungen von entsprechenden Programmen. Internationale Akteure wie das Welternährungsprogramm arbeiten seit Jahren mit ukrainischen Stellen zusammen und unterstützten in jüngeren Schuljahren die Bereitstellung von Millionen Mahlzeiten, insbesondere in vom Krieg betroffenen Regionen.

Unmittelbar belegt ist die politische Priorisierung des Themas durch die Präsidialverwaltung und die Regierung der Ukraine, die Koordinierungsforen mit den Regionen eingerichtet haben. Ebenfalls dokumentiert sind Förderlinien für die Modernisierung der Infrastruktur an Schulen. Offen bleibt jedoch, in welchem Tempo Kommunen die technischen Standards landesweit erreichen, wie dauerhaft verlässliche Beschaffungsketten unter Sicherheitsdruck aufgebaut werden können und wie sich Kostensteigerungen auf Angebot und Qualität auswirken. Kommunale Entscheidungsträger verweisen darauf, dass die Schulverpflegung auch eine soziale Stabilisierungsfunktion habe: Verlässliche Schulmahlzeiten entlasteten Familien und stärkten die Attraktivität der Gemeinden.

Die Präsidialseite und regionale Verwaltungen kündigten an, die Abstimmung zwischen Bildungsbehörden, Kommunen und Anbietern zu verdichten und die Qualifizierung des Personals in den kulinarischen Zentren auszuweiten. Ergebnisse weiterer Koordinierungstreffen sollen in den kommenden Wochen vorgestellt werden. Eigene Opfer- oder Schadenszahlen spielten bei dem Termin keine Rolle; im Fokus standen Organisation, Qualität und Versorgungssicherheit der Schulmahlzeiten unter Kriegsbedingungen in der Oblast Tscherkassy und darüber hinaus.

Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

Ende des Artikels

Anzeige

Aus dem PHOTRA-Netzwerk