Die oberirdische Station Chernihivska der Kiewer Metro ist nach einem russischen Angriff in der Nacht zum 19. Oktober stark beschädigt. Der kommissarische Leiter der Kiewer Stadtmilitärverwaltung, Andrij Tkachow, sagte im nationalen Fernsehprogramm, Fachleute prüften vor Ort den Umfang der Zerstörungen. Einen Termin für die Wiederaufnahme des Betriebs an der Station gebe es derzeit nicht.
Nach Angaben der Kiewer Metro sind insbesondere die Gleisanlagen in Mitleidenschaft gezogen. Tkachow sprach von „sehr deutlichen“ Schäden an den Schienen, betonte jedoch, dass Ersatzteile und Ausrüstung vorhanden seien, sodass Reparaturen schnellstmöglich erfolgen sollen. Konkrete Fristen oder Kostenschätzungen nannten die Behörden nicht.
Der Verkehr auf der betroffenen Linie wurde am Morgen zwischen den Stationen Akademmistechko und Darnytsia regulär aufgenommen. Die oberirdischen Stationen Chernihivska und Lisova bleiben vorübergehend geschlossen. Die Stadtverwaltung kündigte an, den Oberflächenverkehr anzupassen, um die Auswirkungen für Pendler zu mindern. Details zum genauen Umfang dieser Maßnahmen standen zunächst nicht fest.
Die Angaben der Behörden decken sich mit Mitteilungen der Kiewer Metro und mit ersten Lageberichten lokaler Dienste. Offizielle Schadenssummen oder vollständige technische Bewertungen liegen bislang nicht vor. Unabhängige Inspektionen durch Notfall- und Verkehrsdienste laufen nach städtischen Angaben.
Der Schließung der Stationen vorausgegangen war eine Serie nächtlicher Angriffe auf Kiew am 19. Oktober. Nach bisherigen Behördenangaben wurde eine 21‑jährige Frau getötet, acht Menschen erlitten Verletzungen, vier von ihnen mussten ins Krankenhaus. In mehreren Bezirken der Stadt wurden zudem Gebäude von medizinischen Einrichtungen, Bildungs- und Sporteinrichtungen sowie ein Einkaufszentrum beschädigt. Die Ermittlungen zu Art und Umfang der Schäden dauern an.
Für Fahrgäste in den östlichen Stadtteilen bedeutet die Sperrung von Chernihivska und Lisova Umwege und längere Reisezeiten. Welche Folgen die Beschädigungen für die mittelfristige Betriebssicherheit der Linie haben, wird von den laufenden technischen Gutachten abhängen. Die Kiewer Stadtmilitärverwaltung und die Kiewer Metro wollen über den Fortschritt der Arbeiten informieren, sobald verlässliche Ergebnisse der Prüfungen vorliegen.
Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).