Präsident Wolodymyr Selenskyj hat am 12. August erklärt, Wladimir Putin wolle den Krieg gegen die Ukraine nicht beenden; dennoch werde er dazu gebracht werden. Nach seinen Worten haben die Ukraine und ihre Partner einen gemeinsamen Plan erarbeitet, der Russland politisch und wirtschaftlich unter Druck setzen und einen Weg zu einem Ende der Kampfhandlungen eröffnen soll. Konkrete Schritte nannte Selenskyj in seiner öffentlichen Erklärung nicht; Zahlen, Fristen oder neue Vereinbarungen legte er nicht vor.
In Kiew verweist die Präsidialverwaltung seit Monaten auf eng abgestimmte Initiativen mit Verbündeten. Dazu zählen gemeinsame Erklärungen mit dem Vereinigten Königreich über langfristige Sicherheitszusammenarbeit sowie mit europäischen Partnern vereinbarte Grundsätze zur Unterstützung der Ukraine. Der Europäische Rat bekräftigte im März 2026 seine fortgesetzte Unterstützung und die Absicht, den Druck auf Russland zu erhöhen. Auch die G7 und die NATO koordinieren ihre Linien gegenüber Moskau; die Formulierungen in den jüngsten Kommuniqués bleiben jedoch allgemein. Die Europäische Union verweist in ihren Beschlüssen regelmäßig auf militärische, wirtschaftliche und politische Hilfe.
Neu an Selenskyjs Aussage ist der Verweis auf einen „gemeinsamen Plan“. Ob es sich dabei um ein neues Papier oder um die Bündelung bereits laufender Maßnahmen handelt, blieb offen. Aus Kiew verlautet seit Längerem, dass die Wirksamkeit der Unterstützung vor allem von der Synchronisierung der Beiträge der Partner abhängt – von Sanktionen und Exportkontrollen über Finanzhilfen und die Stärkung der Luftverteidigung bis zu diplomatischem Druck. Einzelheiten zu Umfang, Zeitplan und Prioritäten werden in den einschlägigen Gremien der Partnerstaaten verhandelt.
Als Ziel benennt Selenskyj, Russland zu Entscheidungen zu drängen, die zu einem Stopp der Kampfhandlungen führen. Ob und wann dies gelingt, hängt erkennbar von politischen Beschlüssen in Hauptstädten der Partnerstaaten, von inneren Entscheidungsprozessen in Moskau und von Entwicklungen an der Front ab. Unabhängig verifizierbare Hinweise auf unmittelbar bevorstehende Verhandlungen oder eine Waffenruhe liegen derzeit nicht vor.
Die Zuschreibung der Verantwortung und die Bewertung der Wirksamkeit einzelner Instrumente bleiben zwischen den beteiligten Regierungen abgestimmt, nach außen aber zurückhaltend formuliert. Selenskyjs Feststellung, Putin „werde“ den Krieg beenden, ist als politische Setzung in einem laufenden multilateralen Prozess zu verstehen, nicht als belastbare Prognose. Die Ukraine setzt dabei auf die anhaltende Unterstützung der Europäische Union, der G7, der NATO und des Vereinigten Königreichs; der tatsächliche Umfang weiterer Sanktionen, Lieferungen und Finanzzusagen dürfte sich in den kommenden Wochen konkretisieren.
Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).