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Ukraine holt 270 Menschen aus russischer Gefangenschaft zurück

Kiew meldet einen großen Gefangenenaustausch: 261 Militärangehörige und neun Zivilisten kehrten am 23. Oktober zurück.

Die Ukraine hat am 23. Oktober 2026 nach offiziellen Angaben 270 Landsleute aus russischer Gefangenschaft zurückgeholt. Das Verteidigungsministerium nannte 261 Militärangehörige und neun Zivilpersonen. Der Austausch wurde von ukrainischen Behörden koordiniert und in mehreren Etappen vollzogen; zu Ort und Modalitäten machten sie aus Sicherheitsgründen keine Angaben.

Nach Mitteilung des Verteidigungsministeriums und des Rats für nationale Sicherheit und Verteidigung gehören zu den Freigelassenen Angehörige der Landstreitkräfte, der Nationalgarde – darunter Kämpfer der Einheit Asow –, der Staatlichen Grenzschutzbehörde, der Territorialen Verteidigung und der Marine. Mehrere Rückkehrende waren an der Verteidigung von Mariupol beteiligt. Ukrainische Stellen erklärten zudem, unter den Heimkehrenden seien Überlebende des Beschusses im Gefängnis von Oleniwka im Juli 2022. Diese Angaben stammen von ukrainischen Behörden; unabhängige Bestätigungen liegen derzeit nicht vor.

Präsident Volodymyr Zelenskyj sprach von einem sehr wichtigen Ergebnis und dankte den beteiligten Institutionen. Den Austausch begleiteten nach Behördenangaben das Koordinierungszentrum für Gefangenenaustausch sowie der Sicherheitsdienst der Ukraine SBU. Der SBU veröffentlichte Videoaufnahmen der Übergabe. Offizielle russische Stellen äußerten sich zum Vorgang zunächst nicht öffentlich.

Ukrainische Behörden betonten, viele Betroffene seien seit 2022 in Haft gewesen. Für mehrere Heimkehrende, die zeitweise als vermisst oder für tot gehalten wurden, beginnen nun Identifizierungs- und Rehabilitationsverfahren. Medizinische Untersuchungen und die Dokumentation von Misshandlungen und Haftbedingungen sollen laut Kiew zur weiteren rechtlichen Aufarbeitung beitragen.

Mit dem jüngsten Tausch setzt die Ukraine ihre seit Kriegsbeginn laufenden Bemühungen fort, Kriegsgefangene und unrechtmäßig festgehaltene Zivilisten zurückzuführen. Die Zahl der an Russland übergebenen Gefangenen wurde von ukrainischer Seite in den ersten Mitteilungen nicht genannt. Zu Opferzahlen, individuellen Gesundheitszuständen und konkreten Routen werden aus Sicherheitsgründen keine Details veröffentlicht.

Die ukrainische Führung stellt den Austausch in den Kontext fortgesetzter internationaler Bemühungen, humanitäres Völkerrecht durchzusetzen. Zugleich verweist sie auf laufende Ermittlungen zu mutmaßlichen Verstößen gegen die Rechte von Kriegsgefangenen. Unabhängige internationale Beobachter haben wiederholt die eingeschränkte Transparenz solcher Vorgänge kritisiert. Eine verlässliche Gesamtbilanz der noch inhaftierten Ukrainerinnen und Ukrainer bleibt wegen der Kriegsumstände schwierig.

Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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