Die Ukraine hat in der Nacht zum 25. Oktober 2026 die Uhren auf Winterzeit zurückgestellt. Um 04:00 Uhr Ortszeit wurden die Zeiger auf 03:00 Uhr zurückgenommen. Der Schritt beendete die Sommerzeit und stellte die Kiewer Zeit von der osteuropäischen Sommerzeit (UTC+3) auf die osteuropäische Zeit (UTC+2) um.
Rechtsgrundlage ist die Verordnung des Ministerkabinetts der Ukraine vom 13. Mai 1996, Postanowa Nr. 509, die die Berechnung der Zeit im Land regelt. Sie legt fest, dass die Umstellung auf Sommerzeit jeweils in der letzten Märzwoche und die Rückkehr zur Winterzeit in der letzten Oktoberwoche erfolgt. Ukrainische Behörden und Medien erinnerten in den Tagen vor dem Stichtag an den Termin und praktische Folgen der Umstellung; entsprechende Hinweise wurden am 23. und 24. Oktober veröffentlicht.
Politische Vorstöße, die saisonale Zeitumstellung dauerhaft abzuschaffen, sind wiederholt beraten worden, unter anderem im Parlament, der Verkhovna Rada. Nach derzeitigem Stand wurde jedoch kein Gesetz verabschiedet, das die geltende Regelung außer Kraft setzt. Bis zu einer förmlichen Änderung bleibt deshalb das halbjährliche Vor- und Zurückstellen verbindlich.
Für Unternehmen und öffentliche Dienste bedeutet die Rückstellung eine zusätzliche Stunde in der Nacht des Übergangs. Das betrifft insbesondere die Abrechnung von Nachtarbeit, Fahr- und Dienstplänen sowie Zeitstempel in digitalen Systemen. Der Staatliche Dienst für Arbeitsschutz der Ukraine wies darauf hin, dass Arbeitgeber bei Schichtplänen und Entlohnung die einschlägigen arbeitsrechtlichen Normen zu berücksichtigen haben. Verkehrsbetriebe und IT-Dienstleister nahmen planmäßige Umstellungsmaßnahmen vor, um Störungen zu vermeiden.
Die ukrainische Regelung fügt sich in gängige europäische Praxis ein. Mehrere Nachbarländer beenden die Sommerzeit am selben Wochenende. Gleichwohl wird die Debatte über Vorteile und Nachteile der saisonalen Zeitverschiebung fortgeführt. Befürworter einer Abschaffung argumentieren mit gesundheitlichen Effekten und planungsökonomischen Vorteilen fester Uhrzeiten. Gegner verweisen auf internationale Abstimmungserfordernisse und grenzüberschreitende Synchronisation, etwa im Transport- und Energiesektor.
Kurzfristig stehen organisatorische Anpassungen im Vordergrund. Mittel- bis langfristig hängt die Zukunft der Zeitumstellung in der Ukraine von weiteren Entscheidungen in Regierung und Parlament ab. Bis dahin gilt die in der Postanowa Nr. 509 festgeschriebene Praxis unverändert.
Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).