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Vizepräsident Vance fordert Ende ukrainischer Angriffe auf russische Raffinerien

J. D. Vance bezeichnet die Ukraine als „in gewissem Sinne“ Partner, verlangt aber ein Stopp ukrainischer Drohnenangriffe auf Russlands Energieziele.

J. D. Vance hat die Ukraine aufgefordert, Angriffe auf russische Ölraffinerien und weitere Energieinfrastruktur einzustellen. Der Vizepräsident der Vereinigten Staaten sagte in einem am 20. Oktober 2026 veröffentlichten Interview, die Ukraine sei „in gewissem Sinne“ Partner Washingtons, die Attacken auf Anlagen zur Kraftstoffproduktion Russlands sollten jedoch beendet werden. Er begründete dies mit möglichen Folgen für die Energiepreise in den Vereinigten Staaten. Die Äußerungen wurden am selben Tag von internationalen und ukrainischen Medien aufgegriffen.

Die Stellungnahme fällt in eine Phase erhöhter Spannungen über den Umgang mit russischen Energiezielen. Präsident Wolodymyr Selenskyj hatte Mitte Oktober erklärt, die Ukraine werde nach einem kurzen Aussetzen wieder gegen Raffinerien in Russland vorgehen, solange Moskau seine Angriffe auf die ukrainische Energieinfrastruktur fortsetze. Zuvor hatte Donald Trump öffentlich einen „Energie-Waffenstillstand“ ins Gespräch gebracht. Aus Kiew kam daraufhin Widerspruch; Selenskyj warnte, einseitige Beschränkungen würden die russische Kriegsführung begünstigen.

Vance unterschied in dem Interview zwischen einer Partnerschaft und einem formellen Bündnis. Es gebe kein Verteidigungsbündnis zwischen Washington und Kiew, sagte er, und er sprach sich erneut gegen eine mögliche Nato-Mitgliedschaft der Ukraine aus. Zugleich würdigte er die ukrainische Bevölkerung und stellte weitere Zusammenarbeit in ausgewählten Bereichen in Aussicht, trotz bestehender Differenzen.

Nach Angaben ukrainischer und internationaler Medien hatte die Ukraine in den vergangenen Monaten wiederholt russische Raffinerien mit Drohnen angegriffen, um Nachschubketten, Rüstung und Staatseinnahmen Russlands zu schwächen. Russland setzt seinerseits Luftangriffe gegen die ukrainische Energieversorgung fort. Unabhängige Bestätigungen einzelner Treffer und Schadenshöhen liegen je nach Ort und Zeitpunkt unterschiedlich vor; Angaben stammen häufig von den beteiligten Seiten.

Politisch vertieft Vances Vorstoß den inneramerikanischen Dissens über Ziel und Umfang der Unterstützung für die Ukraine. Sollte die Regierung in Washington tatsächlich auf Beschränkungen ukrainischer Schläge gegen Energieziele drängen, könnte dies kurzfristig operative Entscheidungen in Kiew beeinflussen und den diplomatischen Spielraum verengen. Für die Ukraine bleibt die zentrale Abwägung, militärischen Druck auf Logistik und Einnahmen Russlands aufrechtzuerhalten und zugleich die Unterstützung zentraler Partner nicht zu gefährden. Konkrete Entscheidungen der ukrainischen Führung über eine Anpassung der Angriffsziele wurden bis Redaktionsschluss nicht bekannt.

Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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