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Internationaler Währungsfonds und Weltbank loben Reformkurs der Ukraine und bekräftigen weitere Hilfe

Am Rande der Jahrestagungen in Bangkok haben IWF-Chefin Kristalina Georgieva und Weltbank-Managerin Anna Bjerde den Reformfortschritt der Ukraine gewürdigt und die Fortführung der Unterstützung an vereinbarte Auflagen geknüpft.

Bei Treffen am Rande der Jahrestagungen von Internationaler Währungsfonds und Weltbank in Bangkok haben internationale Geldgeber den Reformkurs der Ukraine gewürdigt und die Fortführung finanzieller Unterstützung bekräftigt. Nach Angaben des ukrainischen Finanzministeriums sprachen Kristalina Georgieva, Mateusz Szczurek und Anna Bjerde mit einer Delegation um Olha Zykova, Yurii Draganchuk und Yurii Butsa über den Stand laufender Programme und die Finanzierung bis Ende 2026.

Zentral ist die vierjährige Extended Fund Facility des Internationalen Währungsfonds über 8,1 Milliarden US‑Dollar für die Jahre 2026 bis 2029. Die Ukraine hat daraus bereits rund 2,2 Milliarden US‑Dollar erhalten. Nach dem ersten Programmüberblick im Juli 2026 genehmigte der IWF eine weitere Tranche von etwa 690 Millionen US‑Dollar. Georgieva hob laut Ministerium den Reformfortschritt hervor, verband weitere Auszahlungen jedoch mit der Einhaltung der Auflagen. Für die Zusammenarbeit und mit Blick auf eine vertiefte Annäherung an die Europäische Union sei die Fortsetzung des Reformtempos entscheidend, betonte die IWF‑Spitze nach diesen Gesprächen.

Seit dem ersten Programmüberblick gelten 20 strukturelle Markierungen, die konkrete Reformschritte festlegen. Die Maßnahmen mit fälligen Fristen seien überwiegend umgesetzt, an den verbleibenden Punkten werde gearbeitet, teilte die ukrainische Seite mit. Zudem informierte sie über den Stand des Staatshaushalts für 2026 und 2027 sowie über jüngst verabschiedete Gesetze, die Verpflichtungen gegenüber internationalen Partnern absichern sollen.

Mit der Weltbank erörterte die Delegation die Development Policy Operation, die Zugang zu haushaltswirksamer Unterstützung eröffnet. Die erste Operation wurde am 22. Juni 2026 mit einem Volumen von rund 3,35 Milliarden US‑Dollar beschlossen; die Mittel aus Beiträgen der Weltbank, Japans und des Vereinigten Königreichs flossen nach der Verabschiedung von 13 Gesetzen und sieben Verordnungen. Für die nächste Operation sind sechs Gesetze vorgesehen. Künftige Auszahlungen bleiben an die fristgerechte Umsetzung gebunden.

Darüber hinaus verwies die ukrainische Seite auf in diesem Jahr zugeflossene Budgetmittel, darunter japanische Garantien über 4 Milliarden US‑Dollar, einen unter kanadischer Garantie aufgenommenen Kredit über 841 Millionen US‑Dollar, eine schwedische Garantie über 236 Millionen Euro und einen norwegischen Zuschuss von 200 Millionen US‑Dollar. Im Energiesektor kombiniert die Weltbank Infrastrukturfinanzierung mit Reformen; genannt wurde das Vorhaben Re‑PoWER zur Stärkung der Resilienz. Das gemeinsame Projektportfolio in der Energie beläuft sich den Angaben zufolge auf rund 800,4 Millionen US‑Dollar.

Neue, von Auflagen unabhängige Zusagen gaben IWF und Weltbank nicht. Beide Institutionen bekräftigten ihre Unterstützung innerhalb der bestehenden Programme und verbanden sie mit der Erwartung, dass die Ukraine die verbleibenden Strukturmaßnahmen vollständig umsetzt.

Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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